Mannheim: Aufbau einer neuen Forschungsgruppe zur MS28. Dezember 2018 PD Dr. Lucas Schirmer (Quelle: UMM) Von der Westküste der USA an die Universitätsmedizin Mannheim: Der Neurowissenschaftler PD Dr. Lucas Schirmer ist nach einem gut dreijährigen Forschungsaufenthalt an der University of California in San Francisco zum 1. Oktober 2018 an die Neurologische Klinik der Universitätsmedizin Mannheim gewechselt, um hier eine neue Forschungsgruppe zur Multiplen Sklerose (MS) aufzubauen. Insgesamt 400.000 Euro stellt die Gemeinnützigen Hertie-Stiftung Schirmer im Rahmen des MyLab-Programms ab Januar 2019 zur Verfügung, damit er eine entsprechende Arbeitsgruppe aufbauen kann. „Mit Privatdozent Dr. Schirmer fördern wir einen herausragenden MS-Forscher, der wichtige, aktuelle Forschungsschwerpunkte abdeckt“, freut sich Dr. Eva Koch, Leiterin des MS-Bereichs bei der Hertie-Stiftung. „Es ist wichtig, dass Ärzte neben der klinischen Tätigkeit ihrer Forschung auf hohem Niveau nachgehen können.“ Schirmer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Grundlagen und Mechanismen der chronischen Entzündung und Nervenzellschädigung bei der MS. Um das Fortschreiten der Erkrankung besser zu verstehen, wird seine Arbeitsgruppe ein breites Methodenspektrum nutzen, das sich aus Ansätzen der Systembiologie, experimentellen Modellen und der Humanpathologie zusammensetzt. Als Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim, die von Prof. Michael Platten geleitet wird, ist Schirmer auch unmittelbar mit der Krankenversorgung von MS-Patienten befasst. „Ich bin glücklich, meine Arbeit als Arzt am Patienten mit der Forschung verbinden zu können, nicht zuletzt auch durch die Unterstützung der Hertie-Stiftung. Das Wechselspiel zwischen Patientenversorgung und Forschung ist nicht nur extrem spannend, es ist auch zielführend, weil Erkenntnisse aus der klinischen Praxis direkt in wissenschaftliche Ansätze übertragen werden können“, sagte Schirmer.
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