Marburger Bund fordert Reform der Notfallversorgung

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Die 139. Hauptversammlung des Marburger Bundes hält eine Neuordnung der Notfallversorgung für dringend geboten.

Die Ärztegewerkschaft hat auf ihrer Hauptversammlung in Bremen (21.-22. Mai) an die Regierungsfraktionen appelliert, auf Grundlage eines neuen Gesetzentwurfes mit den Beteiligten in der Ärzteschaft in eine Diskussion über die Herausforderungen der Notfallversorgung einzutreten. Sie verwies darauf, dass im Koalitionsvertrag eine umfassende Reform der Notfallversorgung angekündigt sei.

„Entscheidend wird es sein, in Zeiten des bereits bestehenden Fachkräftemangels und des zunehmenden Ausscheidens der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben unnötige Doppelkontakte der Notfallpatienten zu vermeiden“, heißt es in einem Beschluss der Delegierten des größten deutschen Ärzteverbandes. Der Marburger Bund halte eine Neuordnung der Notfallversorgung für dringend geboten und man habe dazu Lösungsvorschläge vorgelegt, die man gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) vor dem Hintergrund der weiteren Entwicklungen aktualisiert habe, heißt es weiter.

Bei der ebenfalls vorgesehenen Strukturreform im Krankenhausbereich fordert der Marburger Bund, Finanzierung und Planung gleichermaßen anzugehen. Bund und Länder müssten ihre Aufgaben in der Daseinsvorsorge durch eine aktive Krankenhausplanung und eine darauf ausgerichtete Neustrukturierung der Finanzierung wahrnehmen. Dabei kommen laut Marburger Bund der Strukturqualität und Personalausstattung eine zentrale Rolle zu.