Marie-Curie-Ring: Wielpütz erneut für Forschung zur MRT in der Lungenfunktionsdiagnostik bei Mukoviszidose ausgezeichnet7. Juni 2022 Jörg Barkhausen (r.), Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft, überreicht Mark Oliver Wielpütz (l.) den Marie-Curie-Ring im Rahmen der „Röntgen-Vorlesung“ des 103. Deutschen Röntgenkongresses.(Foto: © Deutsche Röntgengesellschaft/Thomas Rafalzyk) Für seine Beiträge zur Verbesserung der Diagnostik bei Mukoviszidose und chronischen Lungenerkrankungen hat Prof. Mark Oliver Wielpütz von der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) sowie am Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) den Marie-Curie-Ring der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) erhalten. Wielpütz befasst sich in seinen Arbeiten unter anderem mit der Diagnostik der angeborenen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose und Chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD). Mit seinem Team konnte er herausfinden, dass bei betroffenen Neugeborenen und Kleinkindern mittels Magnetresonanztomographie (MRT) frühzeitig minimale Veränderungen in der Struktur und Durchblutung der Lunge festgestellt werden können. „Bei bereits etablierten Methoden wie der Spirometrie, welche zur Lungenfunktionsmessung angewandt wird, sind oft kleine Veränderungen nicht sofort erkennbar. Das bedeutet: Auch bei einem unveränderten Ergebnis besteht die Möglichkeit, dass die Erkrankung fortschreitet,” sagt Wielpütz. „Mit der MRT haben wir – auch im Gegensatz zur strahlungsintensiven Computertomographie – eine strahlungsfreie Diagnostikmethode, die Erkrankungen in einem sehr frühen Stadium sichtbar machen kann, noch bevor die jungen Patientinnen und Patienten auffällige Symptome aufweisen.” Für Mukoviszidose-Betroffene kann diese Erkenntnis dazu beitragen, dass frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden kann, noch bevor irreversible Schädigungen an der Lunge eintreten. Darüber hinaus können zuverlässige Aussagen über die Wirksamkeit der bereits bestehenden Therapie beziehungsweise nötige Änderungen ermöglicht werden. Wielpütz war im Mai bereits mit dem Adolf-Windorfer-Preis des Mukoviszidose e.V. ausgezeichnet worden (wir berichteten). Der zur 50-Jahrfeier der Deutschen Röntgengesellschaft gestiftete Hermann-Holthusen-Ring, der von 2010 bis 2014 Wilhelm-Conrad-Röntgen-Ring hieß, wurde 2015 nach der bedeutenden Atomphysikerin und Radiologin Marie Curie umbenannt. Gewürdigt werden damit herausragende Wissenschaftler, die sich im besonderen Maße wissenschaftlich qualifiziert haben und ein herausragendes Engagement für das Fach Radiologie zeigen.
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