Maßnahmen wegen Amerikanischer Faulbrut in Stendal

(Symbolbild) Foto: © Frank H. – stock.adobe.com

Bienenvölker in mehreren Ortsteilen von Stendal müssen untersucht werden. So soll sichergestellt werden, dass sich die Tierseuche nicht weiter verbreitet.

Der Landkreis Stendal hat wegen eines nachgewiesenen Falls der Tierseuche Amerikanische Faulbrut (AFB) einen neuen Sperrbezirk eingerichtet. Im Süden Stendals sei eine weitere Ausbreitung nachgewiesen worden, teilte der Landkreis mit.

Nach einem ersten Ausbruch im Oktober 2025 war bereits ein Sperrbezirk in der Hansestadt eingerichtet worden. Dieser wurde nun aufgehoben. Ein neuer, erweiterter Sperrbezirk gelte für die nördlichen Ortsteile Borstel und Uenglingen sowie für die südlichen Teile Wahrburg und Bindfelde. 

Amerikanische Faulbrut ist meldepflichtig

Innerhalb dieses erweiterten Sperrbezirks müssen Bienenvölker ab sofort unter anderem untersucht werden. Es gelte eine sogenannte Allgemeinverfügung. 

Der erste Fall im Oktober vergangenen Jahres war in einem Bienenstand im Ortsteil Borstel festgestellt worden. In den vergangenen Jahren hatte es in Sachsen-Anhalt laut Landesamt für Verbraucherschutz nur sehr wenige Fälle der hoch ansteckenden, bakteriellen Infektionskrankheit gegeben. Diese wird durch das sporenbildende, grampositive, stäbchenförmige Bakterium Paenibacillus larvae verursacht. 

Durch die Erkrankung kann unter Umständen ein enormer wirtschaftlicher Schaden entstehen, da sie letztlich zum Verlust ganzer Bienenvölker führt und durch die widerstandsfähigen Sporen ein sehr hohes Verbreitungspotential besteht, wie das Friedrich-Loeffler-Institut in einem Steckbrief zur Krankheit berichtet. Für den Menschen ist die Amerikanische Faulbrut unbedenklich.

Weitere Informationen zur Amerikanischen Faulbrut (inklusive Bildmaterial) sind auf der Website des Friedrich-Loeffler-Institutes zu finden:

Amerikanische Faulbrut | Friedrich-Loeffler-Institut