Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis für herausragende Beiträge zur Leukämie-Behandlung4. November 2020 Prof. Dr. J. H. Fred Falkenburg vom Leids Universitair Medisch Centrum. Quelle: DKMS Prof. J. H. Fred Falkenburg erhält den Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis 2020 der DKMS Stiftung Leben Spenden. Der niederländische Arzt ist einer der wichtigsten Forscher auf dem Gebiet der Transplantationsimmunologie und hat bahnbrechende Beiträge zur Behandlung von Leukämie mit Spender-T-Zellen geleistet. Das Preisgeld von 10.000 Euro spendet er dem Wohltätigkeitsfonds der Abteilung für Hämatologie am Medizinischen Zentrum der Universität Leiden (LUMC). Wissenschaftliche Forschung ist entscheidend, um die Behandlung von Blutkrebs zu verstehen und die Überlebenschancen der Patienten zu verbessern. Die DKMS* Stiftung Leben Spenden würdigt deshalb alljährlich herausragende wissenschaftliche Arbeiten international anerkannter Ärzte auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation mit dem Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis. Falkenburg ist der 19. Empfänger des mit 10.000 Euro dotierten Preises. Er ist Professor für Hämatologie, stellvertretender Leiter der Abteilung für Hämatologie am Medizinischen Zentrum der Universität Leiden (LUMC) und einer der wichtigsten Forscher auf dem Gebiet der Immuntherapie hämatologischer Erkrankungen. Unter seiner Leitung wurden am LUMC Forschungsprogramme zur Knochenmarktransplantation und Immuntherapie hämatologischer Malignome durchgeführt. Das Team erzielte damit große klinische Erfolge zum Wohle der Patienten.Das LUMC blickt auf eine lange Geschichte in der Behandlung von Blutkrebs zurück. Bereits 1968 war die Institution an der ersten erfolgreichen Knochenmarktransplantation bei einem Leukämie-Patienten beteiligt. Falkenburg hat in den letzten 32 Jahren im Zentrum wesentlich dazu beigetragen, die Blutkrebs-Therapie immer weiter zu voranzubringen. Im Jahr 2018 wurde er zum Direktor der Niederländischen Krebsgesellschaft ernannt.Falkenburgs besonderes Interesse gilt der Entwicklung neuer immunologischer Strategien zur Verbesserung der Ergebnisse allogener Stammzelltransplantationen. Seine aktuelle Forschung konzentriert sich auf die Kombination von Stammzell- und T-Zell-Therapie, die dem Empfänger neue hämatopoetische Zellen zur Verfügung stellt und eine zelluläre Immuntherapie ermöglicht. Falkenburg erforscht, wie sich am besten verhindern lässt, dass Lymphozyten gegen den Empfänger gerichtet werden, was die gefürchtete Graft-versus-Host Disease (GvHD) auslöst.„Ich fühle mich wirklich geehrt, den DKMS Mechtild-Harf- Wissenschaftspreis zu erhalten. Und es ist eine noch größere Ehre, in so hohe Ränge gestellt zu werden wie die bisherigen Preisträger, die alle wichtige Beiträge zur Verbesserung der Behandlung von Blutkrebs geleistet haben“, sagte Falkenburg.Marcel van den Brink, Vorstandsvorsitzender der DKMS Stiftung Leben Spenden, fügte hinzu: „Als eine führende Organisation im Kampf gegen Blutkrebs engagieren wir uns sehr stark auf medizinischer und wissenschaftlicher Ebene, um so vielen Patientinnen und Patienten wie möglich eine zweite Chance auf Leben zu geben. Wir wollen dazu beitragen, die bestmögliche Behandlung zu finden.“Der Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis ist benannt nach der Ehefrau von Peter Harf. Sie verlor den Kampf gegen Leukämie, doch ihre Familie kämpfte für sie weiter: 1991 gründete Harf die DKMS, die seitdem zur weltweit größten Stammzellspenderdatei angewachsen ist. Mehr als zehn Millionen Stammzellspender sind heute bei der DKMS registriert. *DKMS ist die Abkürzung für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei
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