Mecklenburg-Vorpommern entwickelt eigenen Demenzplan

Foto: © Alexander Raths – stock.adobe.com

Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat die Entwicklung eines eigenen Demenzplanes für Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Ziel sei es, an Demenz erkrankte Menschen und ihre Angehörigen künftig besser zu unterstützen und proaktiv den Herausforderungen des Krankheitsbildes in einer immer älter werdenden Gesellschaft zu begegnen. 

„Schon jetzt haben in Deutschland mehr als 1,8 Millionen Menschen eine demenzielle Erkrankung und auch in Mecklenburg-Vorpommern leben mehrere zehntausende Betroffene mit ihren Familien – Tendenz steigend“, hob Drese hervor. „Angesichts dieser Zahlen muss es unsere Aufgabe sein, frühzeitig passende Strukturen zu schaffen, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu verbessern“, erklärte die Ministerin. Es gehe darum, dass das Leben trotz Erkrankung möglichst wenig eingeschränkt weiterlaufen kann. Denn auch Demenzerkrankte wollen so lange wie möglich im gewohnten Umfeld leben.

Gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Akteuren, das unter anderem Vertreter aus Pflege und Therapie, lokale Demenznetzwerke und Beratungsstrukturen sowie Patientenvertretungen und Betroffene selbst umfasst, soll der neue Demenzplan hierfür landesspezifische Grundlagen schaffen. Auch einen eigenen wissenschaftlichen Beirat habe das Land eingerichtet, die Auftaktsitzung des Gremiums sei für den März geplant.

„Wir setzen hierbei auf Expertise, die es im Land schon gibt. Ob es der Pakt für Pflege ist, innerhalb dessen die Demenzstrategie erarbeitet wird, die vom Land geförderte Landesfachstelle Demenz oder die Unterstützungsangebote der Kommunen – wir sind in MV bereits auf einem guten Weg und wollen dieses Wissen nun besser bündeln, ausbauen und verfestigen“, betonte die Ministerin.

Entsprechende Ideen und Praxisbeispiele stellt Mecklenburg-Vorpommern neben Baden-Württemberg beim Praxisdialog des Pflegenetzwerkes Deutschland am 13. Januar dieses Jahres vor.