Mehr Internetsuchanfragen in Bezug auf Vaping-Stopp während EVALI-Ausbruch

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E-Zigaretten sind seit mehr als einem Jahrzehnt im Handel. Zwar beschäftigen sich Wissenschaftler und Mediziner schon seit Längerem mit den möglichen negativen Folgen für die Gesundheit derjenigen, die diese Produkte nutzen, doch bis zum Sommer des vergangenen Jahres war die Vorstellung, dass auch das Vaping zu gesundheitlichen Schäden führen kann, im Bewusstsein der Konsumenten noch nicht so recht angekommen.

Das im vergangenen halben Jahr in den USA vor allem unter jungen Dampfern aufgetretene Phänomen „EVALI“ (e-cigarette, or vaping, product use associated lung injury) hat jedoch offenbar bei einigen zu einem Umdenken geführt. Bis zum Januar dieses Jahres vermeldeten die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) mehr als 2700 Krankenhauseinweisungen aufgrund von EVALI und bestätigten 60 Todesfälle in 27 US-Bundesstaaten. Weitere Todesfälle werden auf einen Zusammenhang mit EVALI untersucht.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Fälle hauptsächlich mit dem Verdampfen von Marihuana und Zusatzstoffen in Verbindung stehen, doch bevor dies entdeckt wurde, waren viele Menschen, die nikotinhaltige E-Zigaretten verwendeten, ebenfalls besorgt.  „Wir wollten wissen, ob dieser Ausbruch Vaper dazu bewegte, den Konsum von E-Zigaretten einzustellen, oder den Wunsch der Konsumenten verstärkte, aufzuhören“, sagt Dr. Sara Kalkhoran, Forscherin am Tobacco Research and Treatment Center des Massachusetts General Hospital (MGH) sowie Assistenzprofessorin an der Harvard Medical School und Hauptautorin der Studie, die gerade im „Journal of General Internal Medicine“ veröffentlicht wurde. „Wir dachten, die Leute gehen vielleicht ins Internet, um nach Wegen zu suchen, wie sie aufhören können.“

Mithilfe von Google Trends stellten Kalkhoran und ihre Kollegen fest, dass die Suche nach Begriffen, die sich darum drehten, wie man sich das Vaping abgewöhnen kann, während des EVALI-Ausbruches um das 3,7-fache gestiegen war. „Dann ließen diese Suchanfragen nach. Der Zeitpunkt des EVALI-Ausbruches war also stark mit Suchanfragen assoziiert, in denen es darum ging, wie man am besten mit dem Dampfen aufhört“, erklärt Kalkhoran. Ihrer Ansicht nach belegt diese Tatsache, dass über entsprechende Möglichkeiten sowohl in der Öffentlichkeit als auch von Medizinern mehr gesprochen werden muss, und zwar, schon bevor Phänomene wie die Häufung von EVALI-Fällen in den vergangenen Monaten auftreten.

Dies bedeutet laut Kalkhoran auch, dass Ärzte Patienten speziell nach dem Konsum von E-Zigaretten und ähnlichen Produkten fragen müssen, da „Menschen, die Vaping-Produkte konsumieren, sich möglicherweise nicht als Raucher betrachten”.