Mehr SARS-CoV-2-PCR-Tests und Positivrate steigt wieder20. September 2022 Bild: © Roksana Helscher – pixabay.com Die Datenanalyse des ALM e.V. für die 37. Kalenderwoche (12.–18.09.2022) verdeutlicht, dass sich seit zwei Wochen die allgemein erwartete Trendwende beim SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen entwickelt. Erstmals seit Monaten ist die Anzahl an SARS-CoV-2-PCR-Tests in den Facharztlaboren wieder gestiegen. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 491.712 PCR-Untersuchungen in den Laboren durchgeführt, dies sind rund 5 Prozent mehr als in der Vorwoche (KW 36: 466.209). Davon wurden 173.991 Tests positiv befundet (KW 36: 155.960), was einer Zunahme von 12 Prozent entspricht. Auch die Positivrate kletterte wieder, auf nunmehr 35,4 Prozent (Vorwoche: 33,5 Prozent). Da nicht mehr alle symptomatischen Personen mit der PCR untersucht werden, ist die hohe Positivrate weiterhin ein Hinweis auf eine Untererfassung von COVID-19-Infektionen. Die Auslastung der 183 teilnehmenden medizinischen Labore in Bezug auf SARS-CoV-2-PCR-Tests liegt im bundesweiten Durchschnitt bei aktuell 20 Prozent (Vorwoche: 19 Prozent) und somit weiter auf niedrigem Niveau. Die verfügbaren SARS-CoV-2-PCR-Kapazitäten in den fachärztlichen Laboren wurden für die laufende Woche mit 2,49 Millionen Tests ermittelt. „Der Herbst wirft nicht nur witterungsbedingt seine Schatten voraus. Der leichte Anstieg in den letzten beiden Wochen war zu erwarten und ist der Anfang einer sich verändernden Infektionslage in der vor uns liegenden Jahreszeit“, so Dr. Michael Müller, 1. Vorsitzende des fachärztlichen Berufsverbandes. „Die Bundesregierung hat zwar das Infektionsschutzgesetz überarbeitet und auch die Testverordnung angepasst, aber diese Vorbereitungen auf den Herbst und Winter reichen unserer Auffassung nach nicht aus. Der ALM e.V. hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die Festlegung der notwendigen Testkapazitäten für den Herbst auch außerhalb der medizinischen Versorgung für eine wirkungsvolle Eindämmung der Pandemie entscheidend sein kann. Das betrifft in erster Linie auch die über die Coronavirus-Testverordnung finanzierten Testungen bei asymptomatischen Personen.“ ALM e.V. fordert weiterhin Verbesserung der Qualität in Testzentren „Mit dem COVID-19-Schutzgesetz ist dem Bundesminister für Gesundheit kein großer Wurf gelungen. Die Regelungen verhindern nicht das Risiko des Missbrauchs in den Testzentren, sondern regeln lediglich die anschließende Kontrolle, und auch das nicht wirksam. Auch die dringend erforderliche Verbesserung der Qualitätssicherung in den nichtärztlich geleiteten Testzentren ist in den neuen Regelungen nicht erkennbar. Die mehrfach festgestellten Qualitätsdefizite, insbesondere bei der Anwendung von PoC-NAT-Verfahren, bleiben weiterhin ungelöst. Es fehlt nach wie vor eine Überprüfung der Leistungserbringer im Hinblick auf die Einhaltung der Rahmenbedingungen zur Qualitätssicherung “, so Müller weiter. „Auch wenn es wie eine Selbstverständlichkeit wirkt, weisen wir immer wieder darauf hin: Wer krank ist, gehört zum Arzt und nicht in ein Testzentrum! Die Diagnose und die Behandlung von Personen mit Symptomen gehören in ärztliche Hände!“, so der Vorsitzende der Akkreditierten Labore in der Medizin e.V. abschließend.
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