Mehr Sicherheit: Helle Kleider und Lichter schützen Radfahrer und Fußgänger11. Oktober 2018 Risiko Straßenverkehr bei Dunkelheit: Defekte Beleuchung und nicht reflektierende Kleidung. © Michael, Fotolia.com Mit der Kampagne „Mit Sicherheit durch den Winter“ will die DGOU unter anderem mit reflektierenden Leuchtmützen Fußgänger und Sportler bei schlechten Lichtverhältnissen, insbesondere im Herbst und Winter, besser sichtbar machen. Über 300.000 Menschen verletzten sich im Jahr 2017 bei einem Verkehrsunfall. Unter den Verunglückten waren auch 31.000 Fußgänger und knapp 80.000 Radfahrer, wie Auswertungen des Statistischen Bundesamts zeigen. Beide Gruppen sind im Herbst und Winter besonders gefährdet, weil sie bei Nebel und Dunkelheit leicht übersehen werden, warnen Experten im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018. Nur ein kurzer unaufmerksamer Moment kann ausreichen, um in einen folgenschweren Unfall zu geraten. „Täglich setzen wir uns zum Teil auch bewusst Risiken aus, die zu schweren Unfällen führen und unser Leben für immer verändern können“, betont Dr. Christopher Spering, Leiter der Sektion Prävention der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Als Orthopäden und Unfallchirurgen haben wir Erfahrung in der täglichen Versorgung verletzter und schwerverletzter Menschen. Den Unfallhergang und die Unfallfolgen zu verstehen, gehört ebenso zur Versorgung von Verletzten, wie die unmittelbare medizinische Betreuung“, sagt der Experte, Prof. Joachim Windolf, einer der Kongresspräsidenten des DKOU 2018. Orthopäden und Unfallchirurgen sehen sich deshalb in der Verantwortung, ihr Wissen weiterzugeben und in wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Die Leuchtmützen der Kampagne sollen nicht nur die Sichtbarkeit der Verkehrsteilnehmer verbessern, sondern auch ein gutes Gefühl vermitteln, erklärt Spering: „Unfallprävention beinhaltet oft unpopuläre Sicherheitsmaßnahmen, die entweder unbequem sind oder unvorteilhaft aussehen. Mit den reflektierenden DGOU-Mützen wollen wir bewusst zeigen, dass Unfallprävention nicht nur bequem sein kann, sondern auch noch gut aussehen kann.“ Für Sicherheit im Straßenverkehr empfiehlt der Experte möglichst helle oder reflektierende Kleidung. Diese können Autofahrer schon aus größerer Entfernung erkennen. Blinklichter an der Jacke oder am Rucksack verschaffen zusätzliche Sichtbarkeit. Auch die Beleuchtung am Fahrrad sollte einwandfrei funktionieren. „Bewegen Sie sich immer vorrausschauend und rechnen Sie mit Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer“, ergänzt Spering. „Wir wollen den Verkehrsteilnehmern keine Angst machen“, betont Windolf. „Vielmehr geht es uns darum, Menschen für mögliche Gefahrensituationen zu sensibilisieren und an die möglichen Folgen zu erinnern, ganz nach dem Motto ‚Vorbeugen ist besser als Fühlen‘“.
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