Mehr ungeimpfte als geimpfte COVID-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen13. Januar 2022 Foto: ©MQ-Illustrations – stock.adobe.com Ungeimpfte machen aktuell den überwiegenden Anteil aller COVID-19-Aufnahmen auf Intensivstationen aus. Dies zeigen Auswertungen aus dem Intensivregister von Robert Koch-Institut (RKI) und Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), in dem seit Mitte Dezember 2021 zusätzlich der Impfstatus erfasst wird. Zwischen dem 14. Dezember 2021 und dem 12. Januar 2022 lag laut DIVI-Angaben der Impfstatus für 8912 COVID-19-Aufnahmen vor, was etwa 90 Prozent der in diesem Zeitraum übermittelten Fälle (9946) entspricht. Fast zwei Drittel (62 Prozent, 5521 Fälle) aller COVID-19-Neuaufnahmen mit bekanntem Impfstatus seien ungeimpft gewesen und rund 9,6 Prozent (856 Fälle) wiesen einen unvollständigen Immunschutz auf (Genesen ohne Impfung bzw. Teil-Immunisierung), wie die DIVI aktuell mitteilt. Über ein Viertel der COVID-19-ITS-Aufnahmen (28,4 Prozent, 2535 Fälle) hatte demnach einen vollständigen Impfschutz (Grundimmunisierung oder Booster), der Anteil mit Boosterimpfung lag dabei bei ca. 5,8 Prozent (520 Fälle). Mit Beginn zum 21. Januar 2022 werden die Ergebnisse auch im COVID-19-Wochenbericht des RKI veröffentlicht. Für die Erhebung melden alle Intensivstationen in Deutschland mit Akutversorgung täglich bis 12:00 Uhr den Impfstatus der zum Vortag neu aufgenommenen COVID-19-Patientinnen und -Patienten. Die Daten werden hierbei nicht personenbezogen, sondern vollständig anonymisiert erfasst. Die Ergebnisse der neuen täglichen Abfrage im Intensivregister würden die Erkenntnisse zum Anteil ungeimpfter und geimpfter COVID-19-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen, die im RKI-Wochenbericht basierend auf den IfSG-Meldedaten veröffentlicht werden, bestätigen, betont die Intensivmedizinervereinigung. Es handele sich jedoch um zwei verschiedene Arten der Datenerfassung, denen leicht unterschiedliche Definitionen des Impfstatus zugrunde liegen würden. Ebenso könnten sich die Zeiträume der erhobenen Daten und übermittelten Fälle unterscheiden. Zur Abschätzung der Impfeffektivität würden sich die Daten zudem nicht eignen, da sie in ein Verhältnis mit der Entwicklung der allgemeinen Impfquote der Bevölkerung gesetzt werden müssten. Darauf weisen RKI und DIVI ausdrücklich hin und verweisen stattdessen auf den Abschnitt „Wirksamkeit der COVID-19-Impfung“ im RKI-Wochenbericht.
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