Mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus Fisch und Überleben nach CRC-Diagnose

Fisch
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Wie eine aktuelle amerikanische Studie zeigt, ist ein hoher Konsum von mehrfach ungesättigter Omega-3-Fettsäuren aus Fisch nach der Diagnose eines ­Kolorektalkarzinoms mit einem geringeren Risiko für eine mit dieser Erkrankung assoziierten Mortalität verbunden. Wie die Wissenschaftler in „Gut“ schreiben, könne die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren für Patienten mit einem diagnostizierten Kolorektalkarzinom von Vorteil sein.

Experimentelle Evidenz stütze die Vorstellung, dass mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aus Fisch wie Eicosapentaensäure, Docosa­hexaensäure und Docosapentaensäure eine anti-neoplastische Wirkung besitzen. Der Einfluss auf Kolorektalkarzinome war aber bislang nicht klar.

Die Arbeitsgruppe untersuchte im Rahmen der Nurses‘ Health Study and Health Professionals Follow-up Study prospektiv die Kolorektalkarzinom-spezifische sowie die Gesamtmortalität im Hinblick auf die Aufnahme mehrfach ungesättigter Fettsäuren aus Fisch und die Veränderung nach der Diagnose. Die analysierte Kohorte umfasste 1659 Patienten mit einem Kolorektalkarzinom.

Den Auswertungen zufolge war ein höherer Konsum von mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus Fisch mit einem geringeren Risiko für die Kolorektalkarzinom-spezifische Mortalität assoziiert (p für Trend=0,03). Im Vergleich zu Patienten, die weniger 0,10 g solcher Fettsäuren täglich zu sich nahmen, besaßen diejenigen mit einem Konsum von mindestens 0,30 g pro Tag eine adjustierte Hazard Ratio (HR) für Tod aufgrund eines Kolorektalkarzinoms von 0,59 (95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,35– 1,01). Patienten, die nach der Diagnose eines Kolorektalkarzinoms ihren Konsum an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus Fisch um mindestens 0,15 g pro Tag erhöhten, besaßen eine HR von 0,30 (95 %-KI 0,14–0,64; p für Trend <0,001) für Tod aufgrund des Kolorektalkarzinoms im Vergleich zu jenen, die ihren Konsum nicht erhöhten oder nur um <0,02 g/Tag.

Die Wissenschaftler fanden in ihrer Studie keinen Zusammenhang zwischen der Aufnahme mehrfach ungesättigter Fettsäuren aus Fisch nach der Diagnose eines Kolorektalkarzinoms und der Gesamtmortaliät (p für Trend=0,47).

Autoren: Song M et al.
Korrespondenz: Dr. Andrew T Chan, Clinical and Translational Epidemiology Unit, Massachusetts General Hospital, 55 Fruit Street, GRJ-825C, Boston, MA 02114, USA; [email protected]
Studie: Marine ω-3 polyunsaturated fatty acid intake and survival after colorectal cancer diagnosis
Quelle: Gut 2017;66(10):1790–1796.
Web: www.gut.bmj.com