Melanozytäre Naevi bei Kindern: Beeinflussende Faktoren ermittelt6. Dezember 2018 © anoli – fotolia.com (Symbolbild) Durch Beobachtungsstudien wird immer wieder aufs Neue belegt, dass die Prävalenz melanozytischer Naevi mit dem Alter zunimmt und dass phänoptypische Merkmale in signifikantem Zusammenhang mit der Anzahl von Naevi bei Kindern stehen. Im Rahmen einer Observationsstudie mit 1.512 Kindern und Heranwachsenden, die zwischen 2010 und 2013 durchgeführt wurde, zählten die an der Studie beteiligten Dermatologen die Naevi am gesamten Körper der Kinder und Jugendlichen. Die Probanden und/oder deren Eltern wurden mittels Fragebögen nach persönlichen Merkmalen, pubertärer Entwicklung und Sonnenexposition in den ersten Lebensjahren befragt. Ziel der Untersuchung war die Ermittlung der pädiatrischen Naevus-Prävalenz und deren Zusammenhang mit Alter, Phänotyp, Geschlecht, Menarche, früher UV-Exposition sowie Sonnenschutz. Bei den weiblichen Probanden zeigte sich im Vergleich zu den männlichen Teilnehmern eine signifikant niedrigere Anzahl an Naevi, doch diese geschlechtspezifische Differenz änderte sich signifikant mit der Menarche. Sonnenexposition und UV-Schutz-Gewohnheiten standen ebenfalls in signifikanter Assoziation zur Naevizahl; insbesondere die Kinder, die einen Sonnenschutz mit Faktor 30 und darüber anwandten, wiesen eine geringere Anzahl an Naevi auf als Kinder, die einen Sonnenschutz niedriger als Faktor 30 benutzten. Fazit Geschlecht, Menstruationsstatus sowie der UV-Schutz beeinflussen signifikant die Anzahl von Naevi in der pädiatrischen Population. Autor: De Giorgi et al. Korrespondenz: Department of Dermatology, University of Florence, Florence, Italy; Studie: Sun-Protection Behavior, Pubertal Development and Menarche: Factors Influencing the Melanocytic Nevi Development-The Results of an Observational Study of 1,512 Children Quelle: J Invest Dermatol. 2018 Apr 1. pii: S0022-202X(18)31861-X. Web: dx.doi.org/10.1016/j.jid.2018.02.046