Membranöse Nephropathie: COVID-19-Erkrankung kann eine Nierenschädigung verschlimmern18. September 2024 Foto: © DC-Studio/stock.adobe.com Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass eine übermäßige Aktivierung des Komplementsystems die Symptome bei Betroffenen von membranöser Nephropathie (MN) nach einer COVID-19-Erkrankung verschlimmerte. Es wurde in der Vergangenheit bereits berichtet, dass COVID-19 mit dem Auftreten und Wiederauftreten von membranöser Nephropathie (MN) in Verbindung gebracht wird. Die klinisch-pathologischen Merkmale und die Aktivierung des Komplementsystems von MN nach COVID-19 sind unklar, schreiben die Autoren der in der Fachzeitschrift „Kidney International Reports“ veröffentlichten Arbeit. Insgesamt wurden 38 Patienten mit durch Biopsie nachgewiesenen MN, die nach COVID-19 eine neu auftretende Proteinurie entwickelten, in diese Studie aufgenommen. 100 Patienten mit primärer MN, die vor der COVID-19-Pandemie diagnostiziert worden waren, bildeten die Kontrollgruppe. Eine immunhistochemische Nierenfärbung für das SARS-CoV-2-Nukleokapsidprotein wurde bei 38 Patienten mit MN nach COVID-19 durchgeführt. Der Membranangriffskomplex (MAC) im Serum wurde mit einem enzymatischen Immunoassay nachgewiesen. Glomeruläre Färbungen für die Komplementproteine in verschiedenen Bahnen wurden durch Immunhistochemie nachgewiesen. Ergebnisse der Studie Dreizehn von 38 Patienten wiesen eine positive Färbung für das SARS-CoV-2-Nukleokapsidprotein auf. Im Vergleich zu den Kontrollpatienten waren die klinischen Manifestationen bei den Patienten nach COVID-19 schwerwiegender. Bei Patienten mit positiver SARS-CoV-2-Färbung war der Anteil des nephrotischen Syndroms höher, der Serumalbuminspiegel niedriger und die interstitielle Fibrose der Nieren ausgeprägter als bei Patienten mit negativer SARS-CoV-2-Färbung. Die MAC-Konzentration im Serum und die Intensität der MAC-Färbung in den Nieren von MN nach COVID-19 war signifikant höher als bei den Kontrollpatienten. Die MAC-Expression bei MN-Patienten mit positiver SARS-CoV-2-Färbung war stärker als bei den Kontrollpatienten und MN nach COVID-19 mit negativer SARS-CoV-2-Färbung. Die Expressionstendenz von Faktor H stimmte mit der von MAC überein. (ri)
Mehr erfahren zu: "ONCOlleg stärkt Patientenperspektive in der Krebsversorgung" ONCOlleg stärkt Patientenperspektive in der Krebsversorgung Mit ONCOlleg hat das Mitteldeutsche Krebszentrum der Universitätskliniken Leipzig und Jena (CCCG) eine neue Fortbildungsreihe gestartet. Mit ihr sollen Patienten und deren Angehörige während bzw. nach einer Krebserkrankung noch enger […]
Mehr erfahren zu: "Nierenobstruktion/-infektion durch Harnleitersteine: Perkutane Nephrostomie möglichst innerhalb von sechs Stunden" Weiterlesen nach Anmeldung Nierenobstruktion/-infektion durch Harnleitersteine: Perkutane Nephrostomie möglichst innerhalb von sechs Stunden Eine Dekompression mittels perkutaner Nephrostomie (PCN) innerhalb von sechs Stunden ist bei Patienten mit durch Harnleitersteine verursachten Nierenobstruktionen und -infektionen mit deutlich besseren infektiologischen und klinischen Ergebnissen verbunden. Das berichtet […]
Mehr erfahren zu: "Geringere Morbidität und weniger Reinterventionen bei roboterassistierter Lebendnierentransplantation" Weiterlesen nach Anmeldung Geringere Morbidität und weniger Reinterventionen bei roboterassistierter Lebendnierentransplantation In erfahrenen Zentren und bei entsprechend ausgewählten Empfängern kann eine roboterassistierte Nierentransplantation (RAKT) mit einem Organ eines lebenden Spenders eingesetzt werden, um die perioperative Morbidität und die Zahl der Reinterventionen […]