Menopause: Probleme mit der Blase und den unteren Harnwegen oft übersehen9. Mai 2025 Foto: © Orawan/stock.adobe.com Eine neue Studie der Menopause Society, USA, untersuchte den Zusammenhang zwischen Menopause und Hormoneinnahme mit der Gesundheit von Blase und Harnwegen. Die Auswirkungen der Wechseljahre auf die Harnwege wurden im Laufe der Jahre deutlich weniger erforscht, schreiben die Autoren der neuen Studie. Daher konzentrierte sich ihre Forschung auf die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Menopausenstatus und Hormongebrauch mit der Blasengesundheit und Symptomen der unteren Harnwege. Die Ergebnisse der neuen Studie wurden in der Fachzeitschrift „Menopause“ veröffentlicht. Hormontherapie und Blasengesundheit im Zusammenhang An der Studie nahmen mehr als 3.000 Frauen teil, die als prämenopausal, perimenopausal oder postmenopausal eingestuft wurden. Die Studie brachte nicht nur einige neue Erkenntnisse ans Licht, sondern bestätigte auch eine Reihe früherer Befunde, darunter die Tatsache, dass sich die Blasengesundheit mit zunehmendem Alter typischerweise verschlechtert, ebenso wie das Risiko für Inkontinenz und Infektionen. Darüber hinaus zeigte die Hormontherapie gemischte Ergebnisse hinsichtlich der Harnwegsbeschwerden. Die systemische Hormontherapie wird insbesondere mit einer höheren Inkontinenzrate bei postmenopausalen Frauen in Verbindung gebracht, während eine lokale niedrig dosierte Hormontherapie zu einer Verbesserung der urogenitalen Symptome und Harnwegsinfektionen führt. Zu den neuen Erkenntnissen der Studie gehört, dass Frauen vor der Menopause häufiger Hormone einnahmen als Frauen in der Perimenopause oder Postmenopause. Bei ihnen traten auch die geringsten Unterschiede in der Blasengesundheit durch die Hormoneinnahme auf. Frauen in der Perimenopause und Postmenopause zeigten im Vergleich zu Frauen vor der Menopause eine schlechtere Blasengesundheit und Blasenfunktion. Darüber hinaus wurde die Anwendung einer Hormontherapie speziell bei Frauen nach der Menopause mit einer schlechteren Blasengesundheit in Verbindung gebracht. Weiter Forschung erforderlich Basierend auf den Ergebnissen dieser groß angelegten Studie kamen die Forscher zu dem Schluss, dass der Zusammenhang zwischen Menopausenstatus und Hormoneinnahme mit der Blasengesundheit und den Symptomen der unteren Harnwege komplex und vielschichtig ist. Sie empfehlen weitere Forschung in diesem Bereich. „Diese Studie verdeutlicht die Veränderungen der Blasengesundheit während der Wechseljahre. Der Zusammenhang zwischen Hormontherapie und Blasengesundheit sowie den Symptomen der unteren Harnwege ist komplexer und erfordert einen differenzierten und individuellen Ansatz“, so Dr. Stephanie Faubion, Ärztliche Direktorin der Menopause Society.
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