Mercy Ships: Akute Hilfe und langfristige Projekte

Die Global Mercy vor Freetown (Sierra Leone). Foto: © Mercy Ships

Mercy Ships blickt auf „ein bedeutendes Jahr“ seiner beiden Hospitalschiffe Africa Mercy und Global Mercy zurück. Die internationale Hilfsorganisation war zum zweiten Mal in Folge gleichzeitig in zwei afrikanischen Ländern im Einsatz und hat so die medizinische Effektivität ihrer Programme ausgeweitet.

Mercy Ships hat neben der Akut-Hilfe vor Ort auch strategische Partnerschaften weiter gestärkt. Das Engagement für den Aufbau nachhaltiger chirurgischer Kapazitäten auf dem gesamten afrikanischen Kontinent konnte so vertieft werden.

Mehr als 4630 Eingriffe auf den Mercy-Hospitalschiffen

Bis zum Ende des Jahres 2025 hat Mercy Ships laut Mitteilung mehr als 2850 Patienten versorgt und circa 3060 Operationen ermöglicht. Auf beiden Hospitalschiffen führten Ehrenamtliche insgesamt mehr als 4630 chirurgische Eingriffe durch. So gaben sie Menschen, die sonst keinen Zugang zu lebenswichtiger Versorgung gehabt hätten, ihr Augenlicht, ihre Gesundheit zurück. Zu den medizinischen Fachbereichen an Bord gehören unter anderem diese: Allgemeinchirurgie, Augenheilkunde, chirurgische Orthopädie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, operative Gynäkologie, plastisch-rekonstruktive Chirurgie und Zahnmedizin.

Mercy Ships setzt auf nachhaltige Stärkung der Gesundheitssysteme

Neben der direkten medizinischen Hilfe setzte Mercy Ships auch sein langfristiges Engagement zur Stärkung der Gesundheitssysteme fort. Hierzu zählen insbesondere Bildungs- und Schulungsprogramme. Im Jahr 2025 profitierten mehr als 838 medizinische Fachkräfte aus 13 afrikanischen Ländern von solchn Programmen. Diese hatten eine Gesamtdauer von mehr als 228.540 Stunden. Eine der wirkungsvollsten Partnerschaften war die Zusammenarbeit mit der Universität in Guinea.

Zuerst ins Trockendock, dann in neue Einsätze

Die Africa Mercy wird nach eine verlängerten jährlichen Wartungsphase im Mai für ihren dritten Einsatz in Folge nach Tamatave, Madagaskar, zurückkehren. Während dieser Wartungsphase wird das Schiff ins Trockendock gebracht. Zusätzliche Modernisierungen an der Ausstattung des Krankenhauses und den Schiffssystemen werden dann vorgenommen.
In Sierra Leone wird die Global Mercy ihren derzeitigen Einsatz im Mai beenden, bevor sie in die jährliche Wartungsphase geht. Danach wird sie im August 2026 ihren Hilfseinsatz in Ghana fortzusetzen. Dort wird Mercy Ships zum nunmehr fünften Mal zu Gast sein. Mit Blick auf das Jahr 2026 spricht Mercy Ships den Regierungen von Madagaskar, Sierra Leone und Ghana seinen tiefen Dank für ihre anhaltende Zusammenarbeit aus. 

Einsatz-Bericht über den Mercy-Ships-Augenarzt Guy Chevalley

In der jüngsten Ausgabe der Mercy-Ships-Publikationsreihe „Logbuch“ wird ein ophthalmochirurgischer Einsatz des Augenarztes Dr. Guy Chevalley aus Yverdon-les-Bains (Schweiz) in Madagaskar beschrieben. Im Artikel „Das berührende Wiedersehen von Mutter und Tochter“, erfährt der Leser, wie sich diese beiden jeweils an Katarakt erblindeten Frauen dank eines Linsenaustausches an Bord der Africa Mercy nach Jahren wortwörtlich wieder sehen konnten. Der ehrenamtlich tätige Augenchirurg Chevalley wird mit diesen Worten zitiert: „Der Graue Star war so weit fortgeschritten, dass ihre Pupillen nicht mehr schwarz, sondern ganz weiß waren.“ Die Operation, die für Mutter und Tochter lebensverändernd war, dauerte lediglich eine Viertelstunde.
Mehr über den Augenarzt Chevalley in der Crew-Story von Mercy Ships in einer „Crew-Story“. Das Magazin „Logbuch“ kann auf der Webseite von Mercy Ships (hier: Presse und Medien) heruntergeladen werden.