Merkmale der Hyperreaktivität der Atemwege und Marker für Atemwegsentzündung: Abhängig von der genauen Lokalisation von Eosinophilen in der Atemwegswand28. Oktober 2022 SEATTLE (Biermann) – Welche funktionellen Effekte die genaue Lokalisierung von Eosinophilen in der Atemwegswand hat, hat kürzlich eine US-amerikanische Arbeitsgruppe untersucht. Das Wissenschaftler-Team quantifizierte in einer Querschnittstudie die numerische Dichte von Eosinophilen im Epithelkompartiment sowie im subepithelialen Raum (unterhalb der Basallamina) und stellten sie mit der Hyperreaktivität der Atemwege (AHR) und Markern für Atemwegsentzündungen in Zusammenhang. Untersucht wurden Personen mit und ohne Asthma. Die Forschenden brachten intraepitheliale Eosinophile mit dem Vorhandensein von Asthma und endogener AHR in Verbindung, dem Typ, der am spezifischsten für Asthma ist. Im Gegensatz dazu waren sowohl intraepitheliale als auch subepitheliale Eosinophile mit einer Entzündung vom Typ 2 assoziiert, wobei die stärkste Assoziation zwischen der Interleukin(IL)-5-Expression und intraepithelialen Eosinophilen bestand. Die Eosinophilen-Infiltration der Atemwegswand wurde mit einem spezifischen Mastzell-Phänotyp in Verbindung gebracht, der bei Asthma beschrieben wurde. Die Wissenschaftler stellten fest, dass IL-33 und IL-5 die Produktion von Cysteinyl-Leukotrien (CysLT) durch Eosinophile additiv erhöhten. Sie beobachteten auch, dass das CysLT C4 zusammen mit IL-33 die IL13-Expression in Mastzellen erhöhte und das Proteaseprofil veränderte. (ac) Autoren: Al-Shaikhly T et al.Korrespondenz: Teal S. Hallstrand; [email protected]Studie: Location of eosinophils in the airway wall is critical for specific features of airway hyperresponsiveness and T2 inflammation in asthmaQuelle: Eur Respir J 2022;60(2):2101865.doi: 10.1183/13993003.01865-2021