Metaanalyse zur Onychomykose-Therapie gibt Orientierungshilfe

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Für die relative Wirksamkeit von Therapieoptionen gegen Onychomykose gibt es nur wenige aussagekräftige Belege. Forscher aus der kanadischen Stadt London, Provinz Ontario, haben in einem aktuellen Review die relative Wirksamkeit von Monotherapien für durch Dermatophyten hervorgerufene Onychomykose der Zehennägel mit Bayesschen Netzwerk-Metaanalysen (NMA) bestimmt.

Dazu durchsuchten sie PubMed, Scopus, EMBASE (Ovid) und CINAHL, um Studien zu identifizieren, die die Wirksamkeit einer Monotherapie mit oralen Antimykotika gegen Zehennagelpilz bei Erwachsenen untersuchen. Die relativen Effekte und die Werte der Fläche unter der kumulativen Rangkurve (SUCRA) der verschiedenen Schemata wurden geschätzt.

Es wurden Daten aus 21 Studien verwendet. Die Endpunkte in Bezug auf die Wirksamkeit waren die mykologische und die vollständige Heilung nach 1 Jahr. Als sicherheitsbezogene Endpunkte galten die 1-Jahres-Zahl der unerwünschten Ereignisse (UE), die 1-Jahres-Quote des Abbruchs aufgrund eines UE sowie die 1-Jahres-Quote des Abbruchs aufgrund von Leberproblemen.

Die Autoren ermittelten 35 Therapien. Zu den neueren Wirkstoffen gehörten Posaconazol und Oteseconazol. Die Wirksamkeit neuerer Therapieschemata wurde mit der von traditionellen Therapieschemata wie „Terbinafin 250 mg täglich über 12 Wochen“ und „Itraconazol 200 mg täglich über 12 Wochen“ verglichen.

Es zeigte sich, dass die Dosierung eines Wirkstoffs mit seiner Wirksamkeit zusammenhing: So war die 1-Jahres-Wahrscheinlichkeit einer mykologischen Heilung bei Terbinafin 250 mg täglich über 24 Wochen (SUCRA=92,4%) signifikant höher als bei Terbinafin 250 mg täglich über 12 Wochen (SUCRA=66,3%). Die Autoren stellten auch fest, dass Booster-Schemata die Wirksamkeit erhöhen können. Weitere Ergebnisse zeigten, dass einige Triazole wirksamer sein könnten als Terbinafin.

Fazit
Dies ist die erste NMA-Studie zu monotherapeutischen Antimykotika und ihren verschiedenen Dosierungen bei der durch Dermatophyten hervorgerufenen Onychomykose der Zehennägel, schreiben die Forscher. Die Ergebnisse könnten eine Orientierungshilfe für die Auswahl des geeignetsten Antimykotikums sein, insbesondere angesichts zunehmender Terbinafin-Resistenz. (am)

Autoren: Gupta AK et al.
Korrespondenz: Aditya K. Gupta; [email protected]
Studie: Relative impact of traditional vs. newer oral antifungals for dermatophyte toenail onychomycosis: a network meta-analysis study
Quelle: Br J Dermatol 2023 Jul 7;189(1):12–22.
Web: https://doi.org/10.1093/bjd/ljad070