Migräne – Schutz oder Risiko für die Gefäße?19. September 2019 Prof. Antoinette Maassen van den Brink (Foto: BIH) Prof. Antoinette Maassen van den Brink vom Medical Center der Erasmus Universität in Rotterdam erhält den diesjährigen „BIH Excellence Award for Sex and Gender Aspects in Health Research“ des Berlin Institute of Health (BIH). Gemeinsam mit Prof. Tobias Kurth, dem Direktor des Instituts für Public Health an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, erforscht Maassen van den Brink, inwieweit reproduktive Faktoren bei Frauen den Verlauf der Migräne und den Zusammenhang zwischen Migräne und kardiovaskulären Ereignissen beeinflussen. In früheren Untersuchungen von Maassen van den Brink aus Rotterdam und Kurth zeigte sich, dass der Zusammenhang von Migräne, vaskulärer Gesundheit, und kardiovaskulären Ereignissen komplex ist. Da die Migräne bei vielen Patientinnen und Patienten nur während eines Teils des Lebens aktiv ist, spielt auch der Migräneverlauf eine wichtige Rolle. Die Forscher vermuten, dass aber auch andere Faktoren die Migräne und das vaskuläre System beeinflussen. Dies wollen die Wissenschaftler nun in weiteren Studien erforschen, in Rotterdam mit funktionellen Studien im Labor, an der Charité mit einer neuerlichen epidemiologischen Auswertung der „Women´s Health Study“, die seit 1993 die Gesundheit von Frauen, die im Gesundheitssektor tätig sind, untersucht. „Mit diesen Untersuchungen wollen wir herausfinden, wie der Verlauf der Migräne mit dem Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen zusammenhängt und inwiefern reproduktive Faktoren eine Rolle spielen“, sagte die Preisträgerin. „Und damit hoffentlich auch neue präventive Ansätze identifizieren, um das Herz-Kreislauf-Risiko für Patientinnen zu reduzieren.“ “Unsere Kooperation wird auch eine wichtige translationale Brücke zwischen der Grundlagenforschung und der epidemiologischen, bevölkerungsbezogenen Wissenschaft bauen und so hoffentlich betroffenen Frauen bestmöglich helfen, mit ihrer Erkrankung umzugehen”, ergänzte Kurth. Über die Preisträgerin: Maassen van den Brink ist Professorin für Pharmakologie im Department für Innere Medizin im Erasmus Medical Center, Rotterdam. Sie untersucht die neurovaskulären Aspekte von Migräne, mit einem speziellen Fokus auf die Rolle der weiblichen Sexualhormone bei der Krankheitsentwicklung. Ihre Forschung ist translational angelegt mit in-vivo-tierexperimentellen Arbeiten, menschlichen Gewebemodellen, sowie klinischen Studien.
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