Minimalinvasive Tests auf Lungenkrebs: Profile zirkulierender MicroRNA eignen sich bei symptomatischen Patienten

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Die Ergebnisse einer unter Beteiligung deutscher Wissenschaftler publizierten Studie lassen den Schluss zu, dass die darin identifizierten Muster von MicroRNA (miRNA) als Bestandteil eines minimalinvasiven Tests auf Lungenkrebs eingesetzt werden können, der Bildgebung, Sputum­zytologie und Biopsien ergänzt.

Die Forscher untersuchten die Verwendung von zirkulierender miRNA als potenziellem Marker zum Nachweis von Lungenkrebs in einer erweiterten Kohorte symptomatischer Patien­ten und Kontrollpersonen.
Die zu diesem Zweck durch­geführte multizentrische Kohortenstudie umfasste Patienten aus Fallkontroll- und Kohortenstudien (TREND und COSYCONET), wobei zufällig ausgewählte 3102 Patienten in die aktuelle Analyse eingeschlossen wurden. Für die Kohortenstudie TREND wurde eine Bevölkerungsstichprobe durchgeführt.

Klinische Diagnosen wurden für 3046 Patienten gestellt (606 Patienten mit NSCLC und SCLC, 593 Patienten mit nicht tumoralen Lungenerkrankungen, 883 Patienten mit nicht pneumologischen Erkrankungen und 964 nicht betroffene Kontrollpersonen). Aufgrund experimenteller Probleme wurden keine Proben entnommen.

Insgesamt schloss man 3102 Patien­ten mit einem Durchschnittsalter von 61,1 (SD 16,2) Jahren in die Auswertung ein. Für 2856 Teilnehmer lagen Daten zum Geschlecht der Teilnehmer vor: 1727 (60,5%) waren Männer. Genomweite miRNA-­Profile in Blutproben von 3046 Personen wurden mittels maschinellem Lernen ausgewertet und beurteilt.

Die Forscher untersuchten drei Klassifizierungsszenarien, indem die Stichproben gleichmäßig auf Trainings- und Validierungssätze aufgeteilt wurden. Zunächst wendeten die Wissenschaftler eine 15-miRNA-Signatur aus dem Trainingssatz an und konnten so Patienten mit Lungenkrebsdiagnose von allen anderen Personen im Validierungssatz mit einer Genauigkeit von 91,4 Prozent (95%-KI 91,0–91,9) und einer Sensitivität von 82,8 Prozent (95%-KI 81,5–84,1) und einer Spezifität von 93,5 Prozent (95%-KI 93,2–93,8) unterscheiden.

In einem zweiten Schritt verwendeten die Wissenschaftler eine 14-miRNA-Signatur aus dem Trainingssatz, was laut ihrem Bericht zu einer Differenzierung der Patienten mit Lungenkrebs von Patien­ten mit nicht tumoralen Lungenerkrankungen im Validierungssatz mit einer Genauigkeit von 92,5 Prozent (95%-KI 92,1–92,9), einer Sensitivität von 96,4 Prozent (95%-KI 95,9–96,9) und einer Spezifität von 88,6 Prozent (95%-KI 88,1–89,2) führte.

Schließlich verwendeten die Autoren eine 14-miRNA-Signatur aus dem Trainingssatz, um Patien­ten mit frühem Lungenkrebs von allen Personen ohne Lungenkrebs im Validierungssatz mit einer Genauigkeit von 95,9 Prozent (95%-KI 95,7–96,2), einer Sensitivität von 76,3 Prozent (95%-KI 74,5–78,0) und einer Spezifität von 97,5 Prozent (95%-KI 97,2–97,7) zu unterscheiden.

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