Minister Spahn macht Druck bei Darmkrebsvorsorge

Viele Menschen können sich kostenfrei auf Darmkrebs testen lassen – doch zu wenige tun es auch. Daran will der Gesundheitsminister dringend etwas ändern. Auf der Felix Burda Gala in Berlin macht er dazu vor prominenten Gästen eine Ansage.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will erreichen, dass durch Masseneinladungen möglichst schnell mehr Männer und Frauen zur Darmkrebsvorsorge bewegt werden. Zu dem geplanten Verfahren sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in Berlin: “Im Laufe des Jahres müssen die entsprechenden Entscheidungen auf den Weg gebracht werden.” Spahn war einer der Redner bei der Verleihung der Felix Burda Awards zur Darmkrebsprävention.

2013 hatte sich der Bundestag im Krebsfrüherkennungsgesetz auf ein Screening-Programm festgelegt. Doch die Umsetzung ist um Jahre in Verzug, weil der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) darüber nicht entscheidet. Spahn sagte, es müsse zügig festgelegt werden, wer wann und unter welchen Bedingungen eine Einladung erhalte.

Ab 50 beziehungsweise 55 Jahren haben Versicherte einen Anspruch auf Vorsorge-Untersuchungen, die die Krankenkasse bezahlt. Experten beklagen jedoch, dass in Deutschland zu wenige Menschen an den Tests teilnehmen. Gezielte Anschreiben sollen mehr Männer und Frauen dazu animieren. Darmkrebs ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Mehrere tausend Todesfälle pro Jahr könnten durch verbesserte Vorsorge verhindert werden, schätzen Fachleute. (dpa)

 

 

 

 

Quelle
dpa
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