Mit Hadronen Krebs besiegen10. September 2019 Quelle: DPG Ein neues Physikkonkret der Deutschen Physikalischen Gesellschaft beleuchtet die Möglichkeiten der Hadronentherapie. Weltweit erkranken jährlich über 18 Millionen Menschen an Krebs. Etwa die Hälfte davon lässt sich derzeit heilen, oft mit einer Strahlentherapie. Besonders vielversprechend ist die Behandlung mit hochenergetischen Teilchen, insbesondere mit Protonen oder Kohlenstoffionen. Damit können Tumorgeschwülste extrem präzise zerstört werden, ohne das umliegende, gesunde Gewebe allzu stark zu belasten. Noch sind diese Verfahren technisch anspruchsvoller und damit teurer als herkömmliche Behandlungen mit Röntgen- respektive Gammastrahlen. Physiker auf der ganzen Welt arbeiten mit Nachdruck daran, diese Therapien kontinuierlich zu verbessern und einem immer breiteren Kreis an Patienten zugänglich zu machen. Ein neues Physikkonkret der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) beleuchtet nun die Möglichkeiten der sogenannten Hadronen- oder Ionenstrahltherapie. Es entstand unter intensiver Mitwirkung von Prof. Katia Parodi vom Lehrstuhl für Medizinische Physik der Ludwig-Maximilians-Universität, München/Garching. Sie ist zugleich Vize-Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP), die vom 18.-21. September dieses Jahres ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit mehr als 60.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin. Website: http://www.dpg-physik.de Weitere Informationen: https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/physikkonkret/pk42
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