Mit omega-3-Fettsäuren angereicherte parenterale Ernährung verbessert Patientenergebnisse

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Eine neue systematische Literaturübersicht und Metaanalyse bestätigt und erweitert bisherige Ergebnisse, denen zufolge mit mega-3 (omega-3) Fettsäuren angereicherte parenterale Ernährung (PE) bei erwachsenen Patienten bessere klinischen Ergebnis erzielt als eine Standard-PE.

Mit insgesamt 49 randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) bietet die Literaturübersicht die umfassendste und aktuellste Analyse der Auswirkung von mit omega-3-Fettsäuren angereicherter PE auf die Patientenergebnisse.

Der Analyse zufolge reduziert die Zugabe von omega-3-Fettsäuren zur PE im Vergleich zur Standard-PE das Infektionsrisiko signifikant um 40 % sowie die Dauer der Intensiv- und Krankenhausaufenthalte um zwei Tage. Darüber hinaus ergab die Analyse, dass mit Fischöl angereichertes PE eine Sepsis signifikant um 56 % verringert.

Eine Analyse von RCTs mit Angaben zu Laborparametern legt ferner nahe, dass mit omega-3-Fettsäuren angereicherte PE positive Auswirkungen auf die Leberchemie, den Antioxidationszustand, Entzündungsmarker und das Fettsäureprofil hat. Die Autoren schließen daraus, dass für Patienten, die eine PE benötigen, mit omega-3-Fettsäuren angereichert Lipidemulsionen die bevorzugte Wahl gegenüber Standard-Lipidemulsionen sein sollten.

Über die Literaturübersicht und Metaanalyse

Die Metaanalyse von Lorenzo Pradelli und Kollegen wurde im Juni 2019 im Journal of Parenteral and Enteral Nutrition veröffentlicht. Der Übersichtsartikel umfasst insgesamt 49 RCTs mit 3.641 erwachsenen Krankenhauspatienten und vergleicht Ergebnisse zwischen Gruppen, die mit omega-3-Fettsäuren angereicherte Lipidemulsionen oder Standard-Lipidemulsionen als Bestandteil der PE erhalten haben.

Es wurden ausschließlich RCTs eingeschlossen, in denen die PE mindestens 70 % des täglichen Energiebedarfs der Patienten deckte. RCTs mit zulassungsüberschreitender Intervention waren von der Analyse ausgeschlossen.