„Miteinander gestalten!”4. Mai 2023 Alf Reuter (Foto: Marcus Zumbansen) Unter dem Motto „Miteinander gestalten!“ hat der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) seinen Jahresbericht März 2022 bis März 2023 vorgelegt. Miteinander entscheiden und gestalten die Vertreter der 14 (Landes-)Innungen, sechs Fachverbände sowie deren Mitgliedsbetriebe in den Delegiertenversammlungen des Spitzenverbandes des orthopädietechnischen Handwerks, welche Ziele der BIV-OT für die Betriebe pro Jahr erreichen soll”, erklärt der Bundesinnungsverband. Welche Vorhaben die Ausschüsse, Abteilungen und Wirtschaftszeige des BIV-OT in Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt im vergangenen Geschäftsjahr im Auftrag der 4500 Mitgliedsbetriebe mit ihren rund 48.000 Mitarbeitern erreichen konnten, erläutere der nun vorliegende Jahresbericht. Bürokratie minimieren „Unserem obersten Ziel, den Bürokratiewahnsinn in der Hilfsmittelversorgung Stück für Stück abzubauen und für Transparenz zu sorgen, konnten wir gleich in mehreren Schritten näherkommen“, erklärt Alf Reuter, Präsident des BIV-OT. Mit den rund 50 neuen Vertragsabschlüssen, ausgehandelt vom BIV-OT, seien Verträge harmonisiert und Bürokratie minimiert worden. Parallel habe die politische Arbeit im Bündnis „Wir versorgen Deutschland“ (WvD), zu dem der BIV-OT gehört, intensiviert werden können. Seit September 2022 steht dem Bündnis und dem BIV-OT ein Büro in Berlin zur Verfügung, um die Interessen der Mitgliedsbetriebe zu vertreten und für eine qualitätsgesicherte Versorgung mit Hilfsmitteln in Deutschland zu streiten, berichtet der Verband. „Mehr als 1.000 Einzel- und Verbandsverträge regeln im Moment die Hilfsmittelversorgung. Hinzu kommt ein Flickenteppich mit unüberschaubaren Versorgungslücken in Deutschland – Patienten können sich heute nicht mehr darauf verlassen, dass sie im Sanitätshaus ihres Vertrauens auch versorgt werden können. Das gilt es zu ändern“, wie Reuter betont. Digital punkten Noch gelte der Vertragswirrwarr, so der Bundesinnungsverband weiter. Damit die Mitgliedsbetriebe die Verträge kennen und ihnen unkompliziert und digital beitreten können, sei im vergangenen Geschäftsjahr das im BIV-OT programmierte Portal „Mein Sanitätshaus“ an den Start gegangen. Fortschritte erzielte zudem das „Pilotprojekt eVerordnung für Hilfsmittel“. „Das größte Vorhaben Deutschlands, das im Schulterschluss mit Leistungserbringern, Abrechnungszentren, Softwareanbietern, Krankenkassen und Ärzteschaft aufgestellt wurde, konnte zwei seiner drei Phasen abschließen. Im nächsten Schritt folgt der Feldversuch”, berichtet der BIV-OT weiter. Hintergrund: Zum 1. Januar 2026 werde die „eVerordnung für Hilfsmittel“ verpflichtend eingeführt. Neustart nach Corona Ein lang ersehnter Höhepunkt war laut BIV-OT im vergangenen Geschäftsjahr die OTWorld im Mai 2022. Weltleitmesse und Weltkongress konnten nach Jahren der Corona-Zwangspause endlich wieder in Präsenz stattfinden. „Fühlende Prothesen, Superheldenanzug für neurogene Erkrankungen, nachhaltig gefertigte Orthesen aus recyceltem Material – über diese Zukunft der Hilfsmittelversorgung und viele weitere globale Themen tauschten sich interdisziplinär 18.800 Orthopädie-Techniker, Orthopädie-Schuhtechniker, Mediziner und Physiotherapeuten aus 86 Ländern aus”, so der Bundesinnungsverband. Auch im neuen Geschäftsjahr März 2023 bis März 2024 fordert der BIV-OT seine Mitglieder auf, sich einzubringen: Auf den Innungsversammlungen zähle die Stimme eines Jeden. „Jede Kollegin und jeder Kollege kann sich in den Innungen engagieren und sich für ein Amt aufstellen lassen“, erklärt Reuter. „Nicht meckern, sondern (mit-)machen – nur so können wir unser Fach stärken!”, fordert er zur Beteiligung auf.
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