MRSA: Kinder in Charité nur besiedelt, nicht erkrankt30. März 2018 Foto: © ondrooo – Fotolia.com Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat in diesem Jahr bei drei Kindern MRSA nachgewiesen. Allerdings sei keines der Kinder an den multiresistenten Keimen erkrankt, erklärte das Klinikum und reagiert damit auf einen entsprechenden Bericht in der “Berliner Morgenpost”. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin führe bei stationär aufgenommenen Neugeborenen und ausgewählten Eltern routinemäßig ein sogenanntes Screening auf multiresistente Erreger durch, zu denen auch MRSA gehört. Erwartungsgemäß würden in unregelmäßigen Abständen dabei Patienten und Angehörige identifiziert, die MRSA-besiedelt sind, ohne krank zu sein, heißt es in der Mitteilung. Bei diesem Screening wurde in diesem Jahr bei drei Kindern MRSA nachgewiesen. Bei einem weiteren Frühchen bestand ein Verdacht, der inzwischen ausgeräumt ist. Die Charité betont, dass diese Kinder zurzeit nur besiedelt und nicht infiziert seien. Die Patienten seien entsprechend separiert und vorkehrende Schutzmaßnahmen getroffen worden. Eines der drei besiedelten Kinder hatte eine zurückliegende MRSA-Infektion – die Behandlung sei erfolgreich abgeschlossen. Kein Patient der Neonatologie sei aktuell an einer MRSA-Infektion erkrankt, so die Charité. Ob es sich bei diesen drei Fällen um den gleichen MRSA-Stamm handelt, ist offen und wird derzeit geklärt. Für diese Fragestellung seien hochspezialisierte molekularbiologische Untersuchungen erforderlich, deren Ergebnisse noch nicht vorliegen, so das Klinikum.
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