MRT: Radiomics besser als qualitative Auswertung27. August 2018 Foto: © metamorworks – Fotolia.com Bezüglich der Diagnose einer kompletten pathologischen Remission (pCR) bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Rektalkarzinom nach neoadjuvanter Radio-Chemo-Therapie (RCT), zeigten Radiomic-Analysen, die auf T2-gewichteter Bildgebung beruhten, im Vergleich zu einer qualitativen Auswertung T2- und diffusionsgewichteter (DW) Bildgebung, eine bessere Klassifikationsleistung. Zu dieser Aussage kam ein US-amerikanisches Expertenteam aus New York. Zwischen März 2012 und Februar 2016 untersuchten die Forscher 114 Patienten mit Rektalkarzinom, die nach einer RCT eine Magnetresonanctomographie (MRT) erhalten hatten. Das mediane Alter der Frauen (47 von 114, 41%) betrug 55,9 Jahre (Interquartilsabstand [IQR]45,4–66,7) und das medianes Alter der Männer (67 von 114, 59%) 55 Jahre (IQR 48-67 Jahre). Als Referenzstandard für eine pCR dienten die chirurgisch histopathologischen Analysen. Eine pCR erreichten 21 von 114 Patienten (18%). Ein Radiomic-Klassifikator zeigte eine „Fläche unter der Kurve“ von 0,93 (95%-Konfidenzintervall [KI] 0,87, 0,96), eine Sensitivitä von 100% (95%-KI 0,84,1), eine Spezifität von 91% (95%-KI 0,84, 0,96), einen positiven prädiktiven Wert von 72% (95%-KI 0,53, 0,87) und einen negativen prädiktiven Wert von 100% (95%-KI 0,96, 1). Die diagnostische Leistung der Radiomic-Analysen war signifikant höher, als die qualitative Beurteilung einer alleinigen T2- oder DW Bildgebung (p<0,02). Die Spezifität und der positive prädiktive Wert waren bei Radiomic-Analysen signifikant höher, als bei kombinierter T2- und DW Bildgebung (p<0,0001). Autoren: Horvat N et al. Korrespondenz: Iva Petkovska, Departments of Radiology, 1275 York Ave, Box 29, New York, NY 10065; [email protected] Studie: MR Imaging of Rectal Cancer: Radiomics Analysis to Assess Treatment Response after Neoadjuvant Therapy Quelle: Radiology 2018 Jun;287(3):833-843. Web: http://dx.doi.org/10.1148/radiol.2018172300