MRT-Überwachung senkt die Sterblichkeit bei Frauen mit hohem BRCA1-Brustkrebsrisiko

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Eine internationale Studie hat ergeben, dass die MRT-Überwachung bei Frauen mit Mutationen in den BRCA1-Genen die Brustkrebssterblichkeit deutlich senkt, ohne dass eine präventive Mastektomie erforderlich ist.

Die Forschung, an der die Gruppe für klinische Onkologie des Forschungsinstituts Sant Pau, Spanien, beteiligt war, wurde in der Fachzeitschrift „JAMA Oncology“ veröffentlicht. Insgesamt wurden 2488 Frauen mit einem mittleren Eintrittsalter von 41,2 Jahren eingeschlossen. Davon wurden 1756 (70,6 %) im Rahmen des Überwachungsprogramms mindestens einer Magnetresonanztomographie(MRT)-Untersuchung unterzogen, während 732 (29,4 %) keiner MRT-Untersuchung unterzogen wurden. Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 9,2 Jahren erkrankten 344 Frauen (13,8 %) an Brustkrebs und 35 (1,4 %) starben daran.

Die Studie analysiert Daten von Frauen mit pathogenen Varianten der BRCA1- oder BRCA2-Gene und zeigt, dass Frauen mit BRCA1-Sequenzvariationen, die sich einer MRT-Nachuntersuchung unterziehen, eine deutlich niedrigere Brustkrebs-Sterblichkeitsrate aufweisen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Früherkennungsstrategien, insbesondere bei Frauen mit einem hohen genetischen Risiko, und machen deutlich, dass die Auswirkungen dieser Art der Überwachung bei Frauen mit Variationen im BRCA2-Gen neu bewertet werden müssen.

Die erzielten Ergebnisse eröffnen nun die Möglichkeit, die Auswirkungen der MRT-Überwachung bei Frauen mit Variationen im BRCA2-Gen zu bewerten und Präventionsstrategien für Frauen mit hohem Risiko zu überdenken. Diese Forschung bestätigt erneut, wie wichtig es ist, die Optionen zur Brustkrebsprävention zu personalisieren und sich nach Möglichkeit für weniger invasive Methoden zu entscheiden.

„Diese Ergebnisse sind wichtig, da diese Frauen ein sehr hohes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. In Sant Pau haben wir über ein Jahrzehnt lang fast 200 Patienten beobachtet und konnten nachweisen, dass die Überwachung mit MRT ihre Sterblichkeit deutlich senkt, da wir Tumore in sehr frühen Stadien erkennen, wenn die Behandlungen sehr effektiv sind“, erklärt Dr. Ramon y Cajal. Der Experte fügt hinzu: „Die Alternative für diese Frauen mit hohem genetischem Risiko besteht darin, sich vorbeugend einer doppelten radikalen Mastektomie zu unterziehen. Dies ist eine sehr invasive Technik, und es ist wichtig zu bedenken, dass es sich um Individuen handelt, die keine Krankheit haben.“