Muskelinvasives Urothelkarzinom: Vorteil durch perioperative Chemoimmuntherapie mit Durvalumab5. März 2024 Eine perioperative Chemoimmunotherapie kann die Ergebnisse der chirurgischen Resektion eines muskelinvasiven Urothelkarzinoms verbessern. Foto: Trsakaoe – stock.adobe.com Die Zugabe von perioperativem Durvalumab zur Chemotherapie mit Gemcitabin/Cisplatin (GC) führt bei Patienten mit resektablem muskelinvasiven Urothelkarzinom (MIUC) zu hohen Raten des ereignisfreien Überlebens (EFS) und des Gesamtüberlebens (OS) nach 2 Jahren. Das zeigen Wissenschaftler um PD Dr. Richard Cathomas vom Kantonsspital Graubünden in Chur, Schweiz, in der SAKK 06/17-Studie. SAKK 06/17 war eine von Forschern initiierte, unverblindete, 1-armige Phase-II-Studie mit Cisplatin-geeigneten Patienten mit operablem MIUC im Stadium cT2–T4a cN0–1. Es wurden 4 Zyklen neoadjuvantes GC in Kombination mit 4 Zyklen Durvalumab (beginnend mit GC-Zyklus 2) verabreicht, gefolgt von einer radikalen Operation. Zudem erhielten die Teilnehmer adjuvantes Durvalumab über 10 Zyklen. An 12 Standorten wurden 61 Patienten aufgenommen. Der vollständige Analyse-Satz umfasste 57 Patienten, 54 (95%) hatten Blasenkrebs. Die Autoren beziffern die mediane Nachbeobachtung auf 40 Monate. Wie sie berichten, wurde der primäre Endpunkt erreicht, bei einem EFS nach 2 Jahren von 76% (1-seitiges 90%-Konfidenzintervall [KI; Untergrenze] 67; 2-seitiges 95%-KI 62-85). Auch das EFS lag nach 3 Jahren immer noch bei 73% (95%-KI 59-83). Von 52 Patienten mit Resektion wiesen 17 (33%) eine pathologische Komplettremission auf und 31 (60%) hatten eine pathologische Remission <ypT2 ypN0. Die Rate des OS belief sich auf 85% (95%-KI 72-92) nach 2 Jahren und 81% (95%-KI 67-89) nach 3 Jahren. Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse (TRAEs) von Grad 3/4 während der neoadjuvanten Behandlung wurden bei 42% bzw. 25% der Teilnehmenden dokumentiert. TRAE im Zusammenhang mit adjuvantem Durvalumab waren bei 5 (11%) Patienten von Grad 3 und bei zweien (4%) von Grad 4. (sf/ms)
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