Muster allergischer Sensibilisierung bei Erwachsenen mit schwerem Asthma9. Februar 2024 © Pixel-Shot – stock.adobe.com (Symbolbild) In einer nichtinterventionellen Querschnittstudie, an der Erwachsenen mit schwerem Asthma mit einer 1-maligen Untersuchung teilnahmen, hat sich ergeben, dass bei Verwendung einer breiten Palette von Allergenen für Sensibilisierungstests bis zu 3/4 der Getesteten eine Empfindlichkeit gegenüber ≥1 Allergen zeigten. Die Wissenschaftler erklären zum Hintergrund ihrer Arbeit, dass es sich beim schweren Asthma um eine heterogene Erkrankung handelt, wobei man davon ausgehe, dass ihr bei einem 1. Auftreten im Kindesalter eine Allergie zugrunde liegt – im Gegensatz zu einem erst im Erwachsenenalter beginnenden Asthma. Die Allergiediagnose erfolge jedoch normalerweise durch Ausschlussverfahren: Reagiere ein Patient nicht auf ein getestetes Allergenpanel (das nicht standardisiert und oft auf wenige Allergene beschränkt ist), gelte er als nichtallergisch. Das übergeordnete Ziel der ATLAS-Studie bestand darin, die Sensibilisierung gegenüber Allergenen bei schwerem Asthma (unabhängig vom Phänotyp) zu charakterisieren. Die Wissenschaftler führten Analysen für Immunglobulin E (IgE) insgesamt und für spezifische-IgE-Antikörper gegen 53 Allergene durch, wobei in Untergruppen auch das Alter bei Asthmabeginn berücksichtigt wurde. Insgesamt rekrutierte man für die Studie 1010 Patienten, von denen 28,4% angaben, bereits im Kindesalter an Asthma gelitten zu haben, während die Erkrankung bei 33,6% laut eigenen Angaben erst nach dem 40. Lebensjahr aufgetreten war. Nach Ausschluss von Patienten, die eine Omalizumab/Anti-Interleukin-5-Therapie erhielten, zeigten 27,6% gegen keines der getesteten Allergene eine Sensibilisierung, wohingegen 19,1% auf >10 Allergene reagierten. Einige Patienten waren gegen alle Allergene sensibilisiert. Die Ausgangsmerkmale in den beiden Untergruppen nach Alter bei Krankheitsbeginn beurteilten die Studienautoren als ähnlich: 23,2% mit Asthma, das im Kindesalter erstmals auftrat, waren gegen kein Allergen sensibilisiert, verglichen mit 32,0% mit Asthma, das im Alter von >40 Jahren begann. Fazit Bei Verwendung einer breiten Palette von Allergenen für Sensibilisierungstests zeigten bis zu 3/4 der Getesteten eine Empfindlichkeit gegenüber ≥1 Allergen. Dabei beobachteten die Autoren erhebliche Überschneidungen in allen Merkmalen zwischen den beiden Untergruppen, die auf der Grundlage des Alters zum Zeitpunkt des 1. Auftretens von Asthma (<20 bzw. >40 Jahre) gebildet worden waren. Alle getesteten Allergene lösten zumindest bei einigen Patienten eine Reaktion aus, was unterstreicht, wie wichtig es ist, in jedes Testpanel ein breites Spektrum an Allergenen einzubeziehen. (ac) Autoren: Lücke E et al. Korrespondenz: Jens Schreiber; [email protected] Studie: Patterns of allergic sensitization in adults with severe asthma: the ATLAS non-interventional study Quelle: J Asthma 2023;60(11):2021–2029. Web: https://doi.org/10.1080/02770903.2023.2213327
Mehr erfahren zu: "Leitlinie bringt Klarheit bei Osteoporose-Frakturen " Leitlinie bringt Klarheit bei Osteoporose-Frakturen Anlässlich des Weltosteoporosetages (20. Oktober) verweist die DGOU auf die neue Leitlinie zu osteoporotischen Wirbelfrakturen1. Sie enthält klare Empfehlungen, wie diese häufig übersehenen Verletzungen besser diagnostiziert und behandelt werden können.
Mehr erfahren zu: "Dresdner BoHemE-Studie zeigt Zusammenhang zwischen Blutbildung und Knochengesundheit auf" Dresdner BoHemE-Studie zeigt Zusammenhang zwischen Blutbildung und Knochengesundheit auf Bei Myelodysplastischen Neoplasien (MDS) ist die Blutbildung im Knochenmark gestört. Therapien richten sich zumeist an Blutwerten und Blutbildveränderungen aus. Die Knochengesundheit wurde bei MDS bislang weniger beachtet.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.