Muster bei Zwillingen mit Multipler Sklerose erkennen8. April 2020 Prof. Burkhard Becher (Foto: Universität Zürich) Prof. Burkhard Becher von der Universität Zürich wird mit einem ERC Advanced Grant ausgezeichnet: Der Immunologe erhält 2,5 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat, um den Krankheitsverlauf bei Multipler Sklerose künftig besser vorhersagen zu können. Bei der Multiplen Sklerose (MS) greift das körpereigene Abwehrsystem Gehirn und Rückenmark an und verursacht dabei erheblichen Schaden. Eine MS-Diagnose ist schwierig und bislang ist es nicht möglich, den Krankheitsverlauf einzelner Patienten abzuschätzen beziehungsweise vorherzusagen, welcher therapeutische Ansatz jeweils am wirksamsten ist. Das Team um Burkhard Becher, Professor am Institut für Experimentelle Immunologie, untersucht die Entstehung und Entwicklung von MS, indem es das Immunsystem im Blut und im Gehirnwasser analysiert. Dazu werden Patientenproben, unter anderem von eineiigen Zwillingen mit MS, auf der Ebene einzelner Zellen auf ihre Eiweißbestandteile durchleuchtet und dann wie in einem digitalen Foto Pixel für Pixel wieder zusammengestellt. Die so entstehenden “Bilder” von kranken und gesunden Zwillingen werden miteinander verglichen und dazu verwendet, Krankheitsverläufe vorauszubestimmen und Therapieentscheidungen zu ermöglichen.
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