Nach dem Brustkrebs: Risiko für Osteopenie und Osteoporose8. Februar 2019 © Ivan – fotolia.com Auch jüngere Frauen, die eine Brustkrebserkrankung überlebt haben, sind im Vergleich zu nicht an Krebs erkrankten Frauen stärker für Osteopenie und Osteoporose gefährdet. Dies zeigt eine prospektive Kohortenstudie aus den USA. Frühere Studien hatten ein erhöhtes Osteoporoserisiko bereits für ältere Brustkrebsüberlebende gezeigt. Insgesamt wurden 211 Frauen, die bei der Diagnose im Schnitt 47 Jahre alt waren, nach überstandener Brustkrebserkrankung mit 567 krebsfreien Frauen verglichen – beide Gruppen stammten aus der gleichen Kohorte mit familiär bedingtem Brustkrebsrisiko. Im Verlauf von 5,8 Jahren ließen 66% der Brustkrebsüberlebenden und 53% der krebsfreien Frauen eine Untersuchung der Knochendichte durchführen. Dabei wurden 112 Fälle von Osteopenie und/oder Osteoporose identifiziert. Die Frauen, die eine Brustkrebserkrankung überlebt hatten, wiesen im Vergleich zu den Kontrollen ein um 68% höheres Risiko für Osteopenie und Osteoporose auf (HR 1,68 [95% KI 1,12–2,50]). Besonders stark war die Assoziation bei denjenigen, deren Brustkrebserkrankung noch nicht lange zurücklag, nach nur 2 Jahren Follow-up (HR 2,74 [95% KI 1,37–5,47]). Eine höheres Risiko für Osteopenie und Osteoporose wurde auch bei Brustkrebsüberlebenden ≤50 Jahre, denjenigen mit östrogenrezeptorpositiven Tumoren und denjenigen, die mit Aromatasehemmern alleine oder mit Chemotherapie plus Hormontherapie behandelt wurden, gefunden, jeweils im Vergleich zu den krebsfreien Frauen. Fazit Um den Knochenverlust in dieser Population zu minimieren, seien weitere Studien notwendig, in denen effektive Therapieansätze erforscht würden, so die Autoren. Autoren: Ramin C et al. Korrespondenz: Department of Epidemiology, Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, Baltimore, MD, USA Studie: Evaluation of osteopenia and osteoporosis in younger breast cancer survivors compared with cancer-free women: a prospective cohort study Quelle: Breast Cancer Res 2018 Nov 13;20(1):134. Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30424783