Nach der Menopause: Zahnverlust aufgrund chronischer Nierenkrankheit möglich

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Eine neue Studie legt nahe, dass chronische Nierenkrankheiten (CKD) bei postmenopausalen Frauen mit Zahnverlust in Verbindung stehen können. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Menopause“ veröffentlicht.

Die Nierenfunktion nimmt mit der Zeit nach der Menopause ab und steht in Zusammenhang mit dem Rückgang der reproduktiven Hormonspiegel. Diese Hormonveränderungen in den Wechseljahren führen auch häufig zu abdominaler Adipositas, die ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung einer chronischen Nierenkrankheit ist und auch mit einem höheren Risiko für Zahnverlust einhergeht, heißt es in der Studie.

Frühere Studien haben bereits einen Zusammenhang zwischen der Nierenfunktion und der Anzahl der Zähne festgestellt. Diese vorliegende Studie mit rund 65.000 Teilnehmern sei jedoch die erste bekannte Studie, die den Zusammenhang zwischen chronischer Nierenkrankheit und Zahnverlust bei postmenopausalen Frauen aller Altersgruppen untersucht, teilt die Menopause Society, USA, mit. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die glomeruläre Filtrationsrate in signifikantem Zusammenhang mit dem Vorhandensein von mindestens 20 Zähnen im Erwachsenenalter steht. Das deute darauf hin, dass chronische Nierenkrankheiten und Zahnverlust in signifikantem Zusammenhang stehen, insbesondere bei postmenopausalen Frauen im Alter von 66 bis 79 Jahren, heißt es in der Untersuchung.

Diese Ergebnisse würden deshalb nahelegen, dass die Vorbeugung und Behandlung von Störungen des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei postmenopausalen Frauen mit chronischer Nierenkrankheit von entscheidender Bedeutung sind, um Zahnverlust zu verhindern, so die Forscher. „Diese Studie unterstreicht den bekannten Zusammenhang zwischen chronischer Nierenkrankheit und Knochenstoffwechsel. Bei postmenopausalen Frauen mit chronischer Nierenkrankheit sollte zusätzlich zu den sorgfältigen Bemühungen um den Erhalt der Nierenfunktion verstärkt auf die Mund- und Knochengesundheit geachtet werden. Umgekehrt ist die Mundgesundheit ein Fenster zur allgemeinen Gesundheit, und eine gute Mundhygiene ist für Frauen jeden Alters wichtig“, kommentiert Dr. Stephanie Faubion, medizinische Leiterin der Menopause Society.