Nach Ösophaguskarzinom-Diagnose begonnene Statintherapie: Mortalität wird reduziert3. Januar 2018 Foto: © roger ashford/Fotolia Statine können die Mortalität aufgrund von Ösophaguskarzinomen senken, indem sie einerseits zu einer Reduktion der Inzidenz führen und andererseits, wenn eine Erkrankung auftritt, die Prognose verbessern. Da aber ältere Studien widersprüchliche Ergebnisse zur Verwendung von Statin und zur Mortalität erbracht haben, hat nun eine US-amerikanische Arbeitsgruppe diesen Sachverhalt erneut untersucht. Die Forscher kamen zwar zu dem Schluss, dass die Verwendung von Statinen nach einer Ösophaguskarzinomdiagnose mit einer reduzierten Mortalität verbunden war, dass dieser Effekt jedoch teilweise auf eine umgekehrte Kausalität zurückzuführen sein könne: Denn es sei unwahrscheinlich, dass bei Patienten mit schlechter Prognose eine Statintherapie eingeleitet werde. Die Wissenschaftler hatten 7882 Patienten mit einem Adenokarzinom des Ösophagus (EAC) und 3868 mit einem Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre (ESCC) im Veterans Affair Central Cancer Registry identifiziert, die zwischen 2002 und 2016 diagnostiziert wurden. Die Studienautoren ermittelten unter diesen Verschreibungen für Statine, die vor und nach der Krebsdiagnose ausgestellt worden waren. Angaben zum Einsatz von Statinen nach der Diagnose lagen für 27,4 % der EAC-Patienten und für 17,1 % der ESCC-Patienten vor. Bei EAC-Patienten war die Einnahme von Statinen nach der Diagnose mit einem verminderten krebsspezifischen Mortalitätsrisiko (Hazard Ratio [HR] 0,79; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,70–0,88) und Gesamtmortalitätsrisiko verbunden (HR 0,80; 95 %-KI 0,74–4,86). In ähnlicher Weise war der Einsatz von Statinen nach der Diagnose eines ESCC mit einem verringerten krebsspezifischen Mortalitätsrisiko (HR 0,77; 95 %-KI 0,63–0,92) sowie Gesamtmortalitätsrisiko assoziiert (HR 0,83; 95 %-KI 0,74–0,95). Die Studienautoren erklären, dass die beobachtete reduzierte Mortalität bei Verwendung von Statinen nach der Diagnose von Speiseröhrenkrebs teilweise auf eine umgekehrte Kausalität zurückzuführen sein, da es unwahrscheinlich ist, dass Patienten mit schlechter Prognose mit einer Statintherapie beginnen.
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