Nachweis von Afrikanischer Schweinepest bei Hausschwein in Baden-Württemberg26. Mai 2022 Schweine in Freilandhaltung (Symbolbild) Foto: © matildanilsson – pixabay.com Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt einen Fall von ASP im Landkreis Emmendingen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert in einer aktuellen Pressemeldung, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) erstmals in einem Hausschweinebestand in Baden-Württemberg aufgetreten ist. Das Nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), hat gestern einen Befund des baden-württembergischen Landeslabors in der entsprechenden Probe bestätigt und wird nun die zuständige Behörde bei der Untersuchung des Eintragswegs des Erregers in den Bestand vor Ort unterstützen, so das BMEL weiter. Der Betrieb hielt zuletzt 35 Tiere in Freilandhaltung und befindet sich im Landkreis Emmendingen. Alle noch in dem Bestand vorhandenen Tiere wurden umgehend getötet und sachgerecht beseitigt. Laut BMEL haben die zuständigen Behörden vor Ort entsprechende Schutzmaßnahmen eingeleitet und u.a. eine Schutz- und eine Überwachungszone um den Betrieb festgelegt. Zum Schutz der Schweinebestände vor dem Eintrag des ASP-Erregers sind Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben ein wichtiger Faktor. Der Vollzug des Tiergesundheitsrechts und somit die Durchführung der Tierseuchenbekämpfung obliegt den nach Landesrecht zuständigen Behörden vor Ort. Der Bund unterstützt die Länder über das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) bei der Diagnostik, der Ausbruchsaufklärung und Bekämpfung der Tierseuche. Hintergrund:Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine, also Wild- und Hausschweine, betrifft und für sie meist tödlich ist. Für den Menschen ist die ASP ungefährlich. Am 10. September 2020 wurde ein erster Fall von ASP bei einem Wildschwein in Deutschland bestätigt. ASP-Fälle waren seitdem in Brandenburg (Wild- und Hausschweine) und in Sachsen (Wildschweine) und 2021 auch in Mecklenburg-Vorpommern (Wild- und Hausschweine) aufgetreten.
Mehr erfahren zu: "Fadenwürmer: Nahrungsmangel prägt die nächste Generation" Fadenwürmer: Nahrungsmangel prägt die nächste Generation Eine Studie liefert neue Einblicke, wie Umweltbedingungen über Generationen hinweg nachwirken können. Anhand von Fadenwürmern konnten Forschende zeigen, dass die Ernährung der Muttertiere das frühe Wachstum ihrer Nachkommen beeinflusst.
Mehr erfahren zu: "Vogelgrippe-Fälle in Hamburg – Alsterschwäne kommen später" Vogelgrippe-Fälle in Hamburg – Alsterschwäne kommen später Die Hamburger Alsterschwäne paddeln meist Ende März wieder auf der Alster und den umliegenden Gewässern. Doch in diesem Jahr müssen sie noch im Winterlager bleiben – aus Sicherheitsgründen.
Mehr erfahren zu: "Larven klonaler Räuberameisen steuern elterliche Fürsorge per Duftsignal" Larven klonaler Räuberameisen steuern elterliche Fürsorge per Duftsignal Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie haben in den Larven klonaler Räuberameisen ein Brutpheromon entdeckt, das die Ablage weiterer Eier bei den erwachsenen Tieren vorübergehend unterdrückt.