Nationale Ausschreibung zur Personenförderung im Bereich gen- und zellbasierte Therapien17. Oktober 2024 Bild: ©SimpLine – stock.adobe.com Gen- und zellbasierte Therapien erlauben eine passgenaue, auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Behandlung − auch für schwere Erkrankungen. Zur Stärkung dieses wichtigen Forschungsfeldes wurde am Berlin Institute of Health at Charité (BIH) ein innovatives Tandem-Programm konzipiert, das sich an junge Wissenschaftler richtet und diese in ihrem Kompetenz- und Netzwerkaufbau unterstützt. Die in enger Zusammenarbeit mit dem DLR Projektträger erarbeitete Förderbekanntmachung zum nationalen Translationalen Tandem-Programm (nTTP-GCT) wurde am 1. Oktober 2024 veröffentlicht. Gen- und zellbasierte Therapien wecken große Hoffnungen in der Medizin. Sie werden neue Therapieansätze für schwere und seltene Erkrankungen möglich machen, die Beschwerden lindern, Komplikationen verhindern und teilweise Heilung bringen können. Deutschland verfügt in diesem Bereich über eine starke Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Technologien, doch braucht es Maßnahmen, um Forschungsergebnisse schneller in die klinische Praxis zu bringen (Translation) und relevante Akteure in diesem Forschungsfeld enger miteinander zu vernetzen. Translationale Kompetenzen gezielt auf- und ausbauen Damit Translation gelingen kann, bedarf es engagierter Wissenschaftler mit hohem Forschungsinteresse. Das Berlin Institute of Health at Charité (BIH) hat daher eine neue Fördermaßnahme veröffentlicht, die sich an akademische und nichtakademische Forschungsinstitutionen sowie Industrieunternehmen mit Sitz in Deutschland richtet. Mit diesem innovativen Förderprogramm, das von der BIH Biomedical Innovation Academy (BIA) konzipiert und implementiert wird, stärkt das BIH die Zusammenarbeit eines Tandems aus klinisch und nichtklinisch tätigen Wissenschaftlern in translationalen Forschungsprojekten zu gen- und zellbasierten Therapien. Ziel ist es, qualifizierten Nachwuchs- und Fachkräften die nötige Zeit für ihre Forschung einzuräumen und sie dadurch in ihrer Karriere und beruflichen Vernetzung zu unterstützen. Die Umsetzung der Fördermaßnahme wird durch Mitarbeitende des DLR Projektträgers im Bereich Gesundheit unterstützt. „Nationale Strategie“ gibt konkrete Empfehlungen Die Förderung erfolgt im Rahmen der Umsetzung der „Nationalen Strategie für gen- und zellbasierte Therapien“, mit deren Koordination und Moderation das BIH durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beauftragt ist. Die Strategie enthält konkrete Empfehlungen in acht Handlungsfeldern, die in einem Multistakeholder-Prozess von rund 150 Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft von Oktober 2023 bis Mai 2024 erarbeitet wurden und nun sukzessive umgesetzt werden.
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