NCL: Forschungspreis für die Analyse neuronaler Netzwerke29. Januar 2019 v.l.: Dr. Henneke Lütgerath, Vorstandsvorsitzender der Joachim Herz Stiftung, Dr. Rebecca Ahrens-Nicklas und Dr. Frank Stehr, Vorstand der NCL-Stiftung. Dr. Rebecca Ahrens-Nicklas vom Children’s Hospital of Philadelphia hat den 8. NCL-Forschungspreis der Joachim Herz Stiftung und der NCL-Stiftung erhalten. Seit 2008 verleiht die NCL-Stiftung regelmäßig den NCL-Forschungspreis. Jedes Jahr prämiert der Wissenschaftliche Beirat der NCL-Stiftung eine innovative Forschungsidee, die zur Entwicklung einer Therapie oder eines Medikaments für die Kinderdemenz NCL (Neuronale Ceroid Lipofuszinose) beitragen soll. Die betroffenen Kinder erblinden zunächst im Einschulungsalter. Es folgen Demenz, epileptische Anfälle und motorische Probleme. Die jungen Patienten werden schwere Pflegefälle und sterben meist noch vor dem 30. Lebensjahr. Dieses Jahr wurde das Projekt „Mechanisms of Neuronal Network Dysfunction in Juvenile Neuronal Ceroid Lipofuscinosis“ von Dr. Rebecca Ahrens-Nicklas vom Kinderkrankenhaus Philadelphia, mit dem 8. NCL-Forschungspreis ausgezeichnet. Das Projekt hat das Ziel, neue Ansatzpunkte für die Entwicklung wirkungsvoller Therapien zur Bekämpfung der Kinderdemenz zu identifizieren. Mit dem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro wird das Forschungsprojekt an der Kinderklinik in Philadelphia finanziert, um die prämierte Forschungsidee umzusetzen. Beim NCL-Forschungspreis handelt es sich um die höchstdotierte Auszeichnung im Bereich Kinderdemenz Über das Forschungsprojekt Das Ziel des Projektes ist es, die Veränderungen des neuronalen Netzwerks des an NCL-erkrankten Gehirns zu analysieren. Möglicherweise können über diese Untersuchungen Biomarker abgeleitet werden, die kommenden klinischen Studien zugute kommen würden. NCL-Kinder leiden u.a. sowohl an Demenz, als auch Epilepsie – beides Symptome, die aufgrund des Absterbens von Nervenzellen auftreten. Das Gehirn ist in neuronalen Netzwerken organisiert. Die Aktivitäten dieser Netzwerke wird Ahrens-Nicklas genauer mittels elektrophysiologischer Messungen analysieren. Hierzu wird sie sowohl NCL-Modelle als auch Patienten untersuchen. Die EEG-Studien sollen ein genaueres Bild der Krankheit und der Fehlfunktion der neuronalen Netzwerke liefern.
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