NCT Gewebebank Heidelberg als erste Biobank nach neuer Norm akkreditiert6. Juni 2023 Bild: © German Biobank Node (GBN)/Thomas Pieruschek Die Gewebebank des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg hat zusammen mit der Gewebebank des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) erstmals in Deutschland die Akkreditierung nach einer neuen, spezifisch für Biobanken geschaffenen Norm erreicht. Seit 2020 steht in Deutschland eine neue, spezifische Norm für die Akkreditierung von Biobanken zur Verfügung. Eine Akkreditierung belegt die hohe Leistung der Biobanken, die die Anforderungen exzellenter Forschung erfüllt. Begleitet wurde der Prozess von der der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) und dem German Biobank Node (GBN). Als erste Biobank wurde jetzt die Gewebebank des NCT Heidelberg nach dieser neuen DIN EN ISO 20387:2020 akkreditiert. Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). Gemeinsam mit der NCT Gewebebank haben auch die ihr angeschlossene Lungenbiobank der Thoraxklinik Heidelberg am UKHD und die Gewebebank des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) die Akkreditierung erreicht. Eine erfolgreiche Akkreditierung nach der anspruchsvollen Norm belegt, dass die Biobank strenge Standards erfüllt und ein hohes Maß an Qualitätskontrolle und -sicherung gewährleistet. Alexander Brobeil leitet die NCT Gewebebank. Er sagt: “Die Akkreditierung nach der neuen Biobank-Norm ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für uns. Sie zeigt, dass wir nach höchsten Qualitätsstandards arbeiten und unser Angebot kontinuierlich verbessern. Wir haben den Nachweis erbracht, dass Forschende auf die Qualität unserer Proben und Daten zählen können.” Die NCT Gewebebank sammelt, charakterisiert, verarbeitet und lagert humane Gewebeproben und andere Bioproben von Krebspatienten. Damit unterstützt die Einrichtung jährlich ungefähr 200 Projekte aus der Grundlagenforschung und der translationalen Forschung. Stefan Fröhling, Geschäftsführender Direktor am NCT Heidelberg und Leiter der Abteilung Translationale Medizinische Onkologie am DKFZ, sagt: “Wir haben den Wunsch, dass die NCT Gewebebank den hohen Anforderungen exzellenter Forschung entspricht. Ihre jetzt erstmals in Deutschland erfolgte spezifische Akkreditierung zeigt, dass die NCT Gewebebank diesen Anspruch hervorragend erfüllt.” Das Akkreditierungsprogramm für die neue Biobank-Norm wurde von der DAkkS in enger Zusammenarbeit mit dem GBN entwickelt. Für die NCT Gewebebank begann schon 2018 und damit vor Inkrafttreten der neuen Norm der Prozess der Akkreditierung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermittelten zunächst, welche zusätzlichen Anforderungen die neue Norm im Vergleich zur DIN EN ISO/IEC 17020 stellt, nach der die NCT Gewebebank bereits zuvor akkreditiert war. Anschließend setzte das Team die identifizierten Anforderungen um, zu denen unter anderem eine Befragung zur Nutzerzufriedenheit zählte. Carolin Kaufhold-Wedel, Qualitätsmanagerin der NCT Gewebebank, sagt: “Die Akkreditierung war eine anspruchsvolle Aufgabe. Das Team hat die Herausforderung angenommen und eine große Leistung erbracht.” Nach einem vorbereitenden Friendly Audit des GBN wurden die Gewebebanken im vergangenen Winter von der DAkkS begutachtet und erhielten im April 2023 als erste Biobanken in Deutschland die Akkreditierungsurkunde überreicht. Cornelia Specht, Geschäftsführerin des GBN, sagt: “Wir gratulieren der NCT Gewebebank und der Gewebebank des DZIF zur Akkreditierung nach DIN EN ISO 20387. Wir freuen uns sehr, ihre Bemühungen insbesondere mit den Friendly Audits unterstützt zu haben, und werden auch weiterhin allen zur Seite stehen, die eine Akkreditierung anstreben.”
Mehr erfahren zu: "Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur Multiplen Sklerose bei" Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur Multiplen Sklerose bei Multiple Sklerose wird durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus mitverursacht. Daneben spielen aber auch bestimmte Genvarianten eine wichtige Rolle. Wie Forschende der Universität Zürich zeigen, führt erst das molekulare Zusammenspiel […]
Mehr erfahren zu: "2000 Jahre alte Herpesviren im menschlichen Genom" 2000 Jahre alte Herpesviren im menschlichen Genom Eine neue Studie bestätigt, dass bestimmte humane Herpesviren bereits vor tausenden Jahren Teil des menschlichen Genoms wurden. Die aktuellen Genomdaten liefern den ersten direkten Beweis für die Entwicklung der Viren […]
Mehr erfahren zu: "Darmpolypen: DNA-Tests verbessern den Einblick in erbliche Risiken" Darmpolypen: DNA-Tests verbessern den Einblick in erbliche Risiken Bei fünf bis zehn Prozent der Darmkrebspatienten spielen erbliche Faktoren eine Rolle. Dabei ist der Anteil bei jüngeren Personen höher. Die DNA-Analyse von Darmpolypen liefert wichtige zusätzliche Informationen über die […]