Nephrologie: Herzchirurgin erhält Franz-Köhler-Preis24. Februar 2026 Foto: © lexiconimages/stock.adobe.com Auf ihrer 55. Jahrestagung in Köln hat die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet – darunter der Franz-Köhler-Preis für eine Arbeit zur Nierenfunktion. Der mit 7500 Euro dotierte Franz-Köhler-Preis für besondere Leistungen in Forschung oder klinischer Praxis ging in diesem Jahr an PD Dr. Maja-Theresa Dieterlen, Herzchirurgin und Laborleiterin am Herzzentrum Leipzig. Dieterlen wurde für ihre Arbeit „Impact of Custodiol-N cardioplegia on acute kidney injury after cardiopulmonary bypass“ ausgezeichnet. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Journal of Thoracic and Cardiovascular Surgery“ veröffentlicht. Kardiopulmonale Bypass-Operation im Fokus Sie untersuchte in einem Tiermodell bestimmte Lösungen, die während einer kardiopulmonalen Bypass-Operation (CPB) den Herzmuskel schützen. Dabei prüfte die Herzchirurgin, wie diese Lösungen die Nierenfunktion beeinflussen. Sie fand Hinweise darauf, dass die Lösung HTK-N die Nieren besonders schont. Im Abstract der Studie schlussfolgert Dieterlen: „HTK-N könnte sich während der kardiopulmonalen Bypass-Operation positiv auf die Niere auswirken, indem es den Hämoglobin- und Kalziumspiegel stabilisiert. Es zeigte sich ein statistischer Trend, der auf eine Verringerung der AKI-bedingten proximalen Tubulusschwellung und der Cytochrom-c-Freisetzung hindeutet.“ Weitere Untersuchungen, heißt es abschließend, könnten zeigen, ob ein HTK-N-vermittelter Nierenschutz auch beim Menschen möglich ist.
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