„NEPLEX”-Konsortium zur schnelleren Erforschung von Nierenerkrankungen gegründet8. November 2017 Foto: © hywards, Fotolia.com Die Evotec AG hat eine strategische Zusammenarbeit mit führenden akademischen Einrichtungen in Großbritannien und Italien im Bereich der Mikrofluidik-Technologie bekanntgegeben. Diese umfasst auch die Differenzierung induzierter pluripotenter Stammzellen („iPS-Zellen”) und soll die Erforschung neuartiger Wirkstoffe zur Behandlung von Nierenerkrankungen vorantreiben. Durch die Kooperation werden Schlüsseltechnologien von Evotec und akademischen Einrichtungen miteinander kombiniert, um ein neuartiges Wirkstoffforschungsprodukt zu entwickeln („Nephron-on-a-chip”). Die hochmoderne, an der Cambridge University etablierte Mikrofluidik-Technologie wird mit der erstklassigen iPSC-Technologie- und Nierenexpertise der University of Bristol, des Mario Negri Institutes in Bergamo und von Evotec verknüpft. Ziel des NEPLEX („NEPHRON-ON-A-CHIP WITH CELLULAR AND EXTRACELLULAR MATRIX COMPLEXITY”)-Konsortiums ist es, einen funktionalen Nephron-on-a-chip zu entwickeln, der sowohl die Filtrations- als auch die Resorptionsfläche der menschlichen Niere widerspiegelt. Die funktionalen Nephronen werden auf vollständig charakterisierten menschlichen Zelllinien sowie auf Nierenzellen basieren, die aus menschlichen iPS-Zellen gewonnen wurden. Prof. Moin Saleem und seine Gruppe von der University of Bristol werden humane Nierenzelllinien mit dem Schwerpunkt der Resorption bereitstellen, Dr. Yan Yan Shery Huang und ihr Labor der University of Cambridge werden den glomerulären Teil des Chips entwickeln, Dr. Christodoulos Xinaris und seine Kollegen vom Mario Negri Institute werden menschliche iPS-Zelllinien und Expertise beisteuern. Evotec setzt ihre hochmodernen iPSC- und Nierenerkrankungsplattformen ein. Das Produkt wird es bereits in der präklinischen Phase ermöglichen, Wirkstoffkandidaten an einem vollständig menschlichen Nephron zu testen und damit die Wirkstoffforschung für Nierenerkrankungen verbessern und beschleunigen. Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: „Wir freuen uns sehr, auf einem so spannenden Gebiet der Medizin mit drei führenden akademischen Einrichtungen zusammenzuarbeiten. Die Entwicklung eines vollständig menschlichen und funktional organtypischen Systems für die präklinische Wirkstoffforschung, das die Möglichkeit bietet, die menschliche Genetik einzubeziehen, wird ein großer Schritt in Richtung individualisierter und krankheitsrelevanterer Wirkstoffkandidaten sein.” Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.
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