Netzwerk Gesund ins Leben: Darum ist Folsäure vor und während der Schwangerschaft wichtig

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Ab dem ersten Tag der Schwangerschaft steigt der Folsäure-Bedarf einer Schwangeren um 83 %. Wie Frauen diesen Mehrbedarf in Kinderwunsch-Zeit und Schwangerschaft am besten decken, erklärt in einer aktuellen Pressemitteilung das Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

In der Schwangerschaft haben Frauen einen erhöhten Nährstoffbedarf. Sie versorgen nicht nur sich selbst, sondern auch ihr ungeborenes Baby. Ein für die Entwicklung des Embryos besonders wichtiges Vitamin ist Folat. Es ist unter anderem beteiligt an Zellteilung und Wachstum.

Ein Mangel steigert das Risiko für kindliche Fehlbildungen wie Neuralrohrdefekte. Das Neuralrohr, aus dem sich das Zentralnervensystem entwickelt, schließt sich normalerweise schon 3 bis 4 Wochen nach der Empfängnis. Zu diesem Zeitpunkt wissen viele Frauen noch nicht, dass sie schwanger sind.

Deshalb ist es sinnvoll, den Folat-Speicher wenn möglich schon vor der Schwangerschaft aufzufüllen. Weil der Mehrbedarf über die Ernährung alleine kaum zu decken ist, sollen Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch Folsäure supplementieren. So lautet die aktuelle Empfehlung des vom Netzwerk Gesund ins Leben im (BZfE).

Bei seinen Angaben bezieht sich das Netzwerk auf die Studie von Doru B et al, „Adherence to recommendations for nutrient supplementation related to pregnancy in Germany“, veröffentlicht im September 2023 in dem Fachjournal „Food Science & Nutrition“.

  • Kinderwunsch: Frauen, die schwanger werden möchten, sollten möglichst bald damit beginnen, Folsäure-Präparate einzunehmen. Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt ab Kinderwunsch bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels 400 µg Folsäure täglich. Dabei sollte die Frau mindestens vier Wochen vor der Schwangerschaft mit der Supplementierung beginnen.
  • Schwangerschaft: Startet eine Frau erst nach positivem Schwangerschaftstest mit der Supplementierung, empfiehlt das Netzwerk Gesund ins Leben bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels ein Folsäure-Präparat mit 800 µg täglich. Die höhere Dosierung gleicht den späteren Einnahme-Beginn aus und wird auch für Frauen empfohlen, die weniger als vier Wochen vor der Schwangerschaft mit der Einnahme begonnen haben.

Eine ausgewogene Ernährung mit folatreichen Lebensmitteln ergänzt das Ganze. Reich an Folat sind unter anderem grüne Blattgemüse, wie Spinat und Feldsalat. Aber auch Tomaten, Hülsen- und Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Eier und Vollkornprodukte sind gute Folat-Lieferanten.