Neu an der UDE: Alpaslan Tasdogan erforscht Metastasen

Prof. Dr. Dr. Alpaslan Tasdogan. Foto: © UDE/Frank Preuß

Mehr als 90 Prozent krebskranker Menschen sterben an den Folgen der Metastasierung. Dr. Dr. Alpaslan Tasdogan, neuer Professor für Dermatologie und Tumor-Metabolismus an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), untersucht, wie die Krebszellen ihren Stoffwechsel bei Veränderungen anpassen. Sein Hauptaugenmerk am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) liegt auf dem Malignen Melanom.

„Wenn sich Metastasen im Körper ausgebildet haben, ist eine Krebserkrankung meist nicht mehr zu heilen. Sie sind oft resistent gegenüber Medikamenten”, sagt Tasdogan.

Am UK Essen erforscht er mit einem Team, wie sich normale Zellen in Krebszellen umwandeln und wo der Tumor-Stoffwechsel (Metabolom) unter Umständen angreifbar ist. „Ich hoffe, dass wir die metabolischen Anpassungen während des komplexen Metastasierungsprozesses besser verstehen und sie auch therapeutisch nutzen können.“ Zudem wird der 37-Jährige aktuelle Erkenntnisse in den Klinikalltag und die Behandlung von Patienten integrieren.

Tasdogan studierte Molekulare Medizin (2004-2009) und Medizin (2009-2014) an der Universität Ulm, wo er 2014 in Medizin und 2016 in den Naturwissenschaften promoviert wurde. Nach zweijähriger Arbeit als Dermatologe am Universitätsklinikum Ulm (2014-2016) forschte Dr. Dr. Tasdogan von 2017 bis 2021 am Children’s Research Institute an der UT Southwestern, Dallas, USA; finanzielle Unterstützung kam durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und ein Fritz-Thyssen-Stipendium.