Neue Empfehlungen zum Einsatz der Herzlungenmaschine „VA-ECMO“ bei kardiogenem Schock13. November 2020 Foto: © Pijitra – stock.adobe.com In einer aktuellen Übersichtsarbeit konnte das Heart Team der Kardiologie und Herzchirurgie des LMU Klinikums zusammen mit den führenden Experten Deutschlands neue Empfehlungen für komplexe Anwendungsbeispiele für die auf der kardiologischen Intensivstation bettseitig verwendete Herzlungenmaschine ECMO (VA-ECMO) erstellen. Der kardiogene Schock ist die häufigste Todesursache von Patienten mit einem Herzinfarkt in deutschen Krankenhäusern. Die Sterblichkeit liegt trotz der frühen Wiedereröffnung des Herzkranzgefäßes seit mehreren Jahrzehnten weiterhin bei circa 50 Prozent. Seit einigen Jahren kann die Herzlungenmaschine VA-ECMO bei diesen Patienten zur Behandlung des Kreislaufversagens eingesetzt werden und stellt eine vielversprechende Therapiemöglichkeit dar. Die Abkürzung VA-ECMO steht für veno-arterielle extra-corporale Membranoxygenierung. Synonym wird diese auch als extra-corporaler LifeSupport (ECLS) bezeichnet. Anders als die veno-venöse ECMO (VV-ECMO) kann die VA-ECMO den zusammengebrochenen Kreislauf des Patienten aufrechterhalten. Unter Federführung des LMU Heart Teams der Kardiologie und Herzchirurgie des LMU Klinikums erstellten die auf dem Gebiet des kardiogenen Schocks führenden Experten Deutschlands eine Übersicht über die Anwendungsbeispiele für die auf der kardiologischen Intensivstation bettseitig verwendete Herzlungenmaschine ECMO (VA-ECMO). Der Artikel wurde diese Woche im European Heart Journal, eine der wichtigsten kardiologischen Zeitschriften, veröffentlicht. In dem Übersichtsartikel werden spezielle Konfigurationen wie auch die Möglichkeit der zusätzlichen linksventrikulären Entlastung mittels einer Miniatur-Koaxialpumpe bei Patienten mit schwerstem kardiogenem Schock zur Vermeidung von Lungenstauung und Lungenversagen detailliert dargestellt. Neben der Beschreibung der Pathophysiologie sowie einer Illustration der verschiedenen VA-ECMO Konfigurationen gibt das Heart Team zudem Empfehlungen, wann eine zusätzliche linksventrikuläre Entlastung bei Patienten mit VA-ECMO in Erwägung gezogen werden sollte. Das Heart Team am LMU Klinikum behandelt pro Jahr ungefähr 200 Patienten mit VA-ECMO und zählt damit zu einem der größten Zentren Europas.
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