Neue Form der Zusammenarbeit in Rotenburg

Die Akteure im Interdisziplinären Forum (v.l.): Dr. Frank Bösebeck, Sonja-Lena Meyer und Hans Worthmann.

In Rotenburg (Wümme) soll das “Interdisziplinäre Forum geistige Behinderung” künftig die Zusammenarbeit zwischen dem Psychologischen Dienst der Rotenburger Werke der Inneren Mission, der Neurologischen Klinik sowie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg verbessern.

Ziel des Forums ist es, eine fachübergreifende Sicht auf das Verhalten und die Gesundheit von Menschen mit Behinderung zu fördern. Ins Leben gerufen wurde das Gremium von Prof. Carsten Konrad, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, vor dem Hintergrund der unmittelbaren Nähe zwischen den Rotenburger Werken und dem Diakonieklinikum.

„Unsere Erfahrungen, Fragestellungen und Probleme ähneln sich sehr“, erklärte Dr. Frank Bösebeck, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Epilepsie. „Eine der häufigsten Fehlerquellen – insbesondere bei der Untersuchung und der Behandlung von Menschen mit Behinderungen – sind Abbrüche in der Kommunikation zwischen Betroffenen, Betreuenden und medizinischem Personal. Deshalb finde ich es wichtig, mit den Personen, die ebenfalls mit der Behandlung und Betreuung unserer Patienten betraut sind, persönlich im Gespräch zu sein“.

Diesen Ansatz hebt auch Hans Wortmann, Leiter des Psychologischen Dienstes der Rotenburger Werke, hervor: „Erfolgreich sind wir vor allem als Team. Im Gespräch miteinander entwickeln wir die besten Voraussetzungen für eine gute Therapie und fördernde Betreuung für Menschen mit Behinderungen.“

Zum Auftakt seines zukünftigen Engagements hatte das Interdisziplinäre Forum zu einer Fachveranstaltung eingeladen, die einem schwierigen Thema gewidmet war: „Grenzen ausloten – Herausforderndes Verhalten bei Menschen mit geistiger Behinderung“. Mehr als 120 Fachleute aus ganz Deutschland beteiligten sich an diesem ersten Austausch.