Neue Führungsspitze bei der DGOU9. Januar 2020 Dieter C. Wirtz (l.) und Michael Raschke (© T. Tanzyna Intercongress) Seit dem 1. Januar 2020 ist Prof. Dieter C. Wirtz aus Bonn Präsident der DGOU. Die stellvertretende DGOU-Präsidentschaft übernimmt Prof. Michael J. Raschke aus Münster. Die DGOU-Mitgliederversammlung wählte Wirtz und Raschke im Oktober 2019 für die Amtszeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 an die Spitze der Fachgesellschaft. Beide übernehmen 2020 zudem die Präsidentschaft ihrer Muttergesellschaften: Wirtz ist Präsident der DGOOC, Raschke Präsident der DGU. Das Amt des Generalsekretärs übernimmt in diesem Jahr Prof. Dietmar Pennig, Köln. Sein Stellvertreter ist Prof. Bernd Kladny, Herzogenaurach. Kurzviten Dieter C. Wirtz (53) studierte von 1986 bis 1992 Medizin und promovierte 1993 an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen. 2001 habilitierte sich Wirtz dort für das Fach Orthopädie. 2006 wurde er als Professor an den Lehrstuhl für Unfallchirurgie/Orthopädie der Universität Bonn berufen. Im selben Jahr wurde er Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, ab 2008 Geschäftsführender Direktor des Chirurgischen Zentrums der Universität Bonn. Wirtz ist seit 2016 Präsidiumsmitglied in der AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik sowie Nationaldelegierter der DGOU in der European Federation of National Associations of Orthopedics and Traumatology (EFORT). Im Verlauf seines Berufslebens erwarb Wirtz zahlreiche Auszeichnungen, Preise und Stipendien auf medizinischem Gebiet und bekleidete hochrangige Ämter in wissenschaftlichen Vereinigungen. Michael J. Raschke (60) studierte von 1979 bis 1985 Medizin an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz. Er promovierte 1987 an der Medizinischen Universität zu Lübeck. 1997 schloss er sein Habilitationsverfahren für das Fach Chirurgie ab. Von 1999 bis 2003 arbeitete er in der Ständigen Vertretung der Klinikleitung als leitender Oberarzt bis zur Ernennung zum außerplanmäßigen Professor der Medizinischen Fakultät Humboldt Universität Berlin, Charité Campus Virchow Klinikum. Seit 2003 ist Raschke Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. Von 2003 bis 2010 war er Leiter der Arbeitsgemeinschaft “Alterstraumatologie” der DGU. 2012 wurde er Mitglied im Vorstand der Deutschen Kniegesellschaft e.V. Von 2013 bis 2018 war er Präsident der AOTrauma Deutschland. Raschke ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereinigungen sowie Autor und Herausgeber bedeutender medizinischer Publikationen. Kongresspräsidenten des DKOU Als Präsidenten der DGOOC und der DGU stellen Wirtz und Raschke, gemeinsam mit dem Kongresspräsidenten des BVOU, Dr. Burkhard Lembeck, die Kongresspräsidentschaft des DKOU 2020, der vom 20. bis 23. Oktober in Berlin stattfindet. Ein Schwerpunkt wird das Thema Nachhaltigkeit und Ökologie in Kliniken sein, denn Verpackungsmaterialien und Einweginstrumente führen tagtäglich zu gigantischen Müllmengen und belasten damit den „ökologischen Fußabdruck“ von Kliniken. Ein weiteres Schwerpunktthema wird der Umgang mit Komplikationen, der in einem guten Komplikationsmanagement Niederschlag finden muss. Auch um die Patientengruppe „Best Ager Plus“ wird es gehen, und welche neuen Herausforderungen sich für das Fach dabei ergeben. Das Motto des DKOU 2020 „Vereinte Vielfalt“ soll verdeutlichen, dass die Vereinigung der ehemals eigenständigen Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie abgeschlossen ist, und zwar unter Erhalt der Vielfalt der facettenreichen Fächer. Es sei ein Leitmotiv dafür, dass Orthopäden und Unfallchirurgen ihre Patienten vom Säuglingsalter bis zum fortgeschrittenen Alter, von der konservativen Therapie bis zur 3-D-unterstützten Operation behandeln. „Wir arbeiten in einem ökonomisch bestimmten Umfeld, welches durch immer mehr Regulierung und strukturellen Investitionsstau gekennzeichnet ist. Gleichzeitig nimmt in einer alternden Gesellschaft der berechtigte Patientenwunsch an mehr Lebens- und Versorgungsqualität deutlich zu. Individualisierte Behandlungsmethoden mit einem hohen Spezialisierungsgrad sind heute der gesellschaftliche Anspruch“, unterstreicht Wirtz das Kongressmotto. Als Gastland haben die Kongresspräsidenten dieses Jahr Indien eingeladen: „Unser farbenfrohes vielfältiges Gastland Indien blickt auf eine lange Geschichte traditioneller medizinischer Methoden zurück. Es erlaubt uns, unsere Inhalte und Botschaften an unsere Fachkollegen in Indien zu transportieren. Umgekehrt werden wir von dem enormen Erfahrungsschatz beim Umgang mit einer vielfachen Anzahl von Verletzten und Verletzungsfolgen profitieren“, sagt Raschke.
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