Neue Nachwuchsgruppe „Zellbiologie der RNA-Viren“ am HPI2. Juni 2020 Dr. Gabrielle Vieyres (Foto: © Fotostudio Michael Pietschmann) Die Nachwuchsgruppe „Zellbiologie der RNA-Viren“ unter der Leitung von Dr. Gabrielle Vieyres hat am 1. Juni ihre Arbeit am Heinrich-Pette-Institut (HPI) aufgenommen. Die Gruppe ist Bestandteil des Leibniz-WissenschaftsCampus InterACt. In den unabhängigen HPI-Nachwuchsgruppen bekommen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit, sich aktuellen Fragestellungen der Virologie zu widmen. Vieyres baut mit ihrer Gruppe „Zellbiologie der RNA-Viren“ am HPI das Spektrum der am Institut bearbeiteten Viren weiter aus. Die Gruppe ist integraler Bestandteil von InterACt (Integrative Analysis of pathogen-induced Compartments), einem 2019 in Hamburg etablierten Leibniz-WissenschaftsCampus mit dem übergeordneten Ziel, die Rolle von Kompartimenten im Infektionsverlauf besser zu verstehen. Mit ihrer Forschung möchte Vieyres die Wechselwirkungen zwischen RNA-Viren und ihrer Wirtszelle besser verstehen. Als Teil von InterACt interessiert sich die Gruppe insbesondere für die Funktion von Zellkompartimenten, die von Viren für den Replikationszyklus genutzt werden. Am HPI wird sich ihr Forschungsteam besonders auf das Hepatitis-C-Virus (HCV) konzentrieren: „HCV reorganisiert das endoplasmatische Retikulum, unterhält aber auch komplexe Interaktionen mit dem Lipidstoffwechsel des Wirts, insbesondere mit den Lipidtröpfchen, die als Teil der viralen Replikationsnische übernommen werden. Wir untersuchen die molekulare Maschinerie des Virus und der Wirtszelle, die zur Übernahme dieser Organellen benutzt wird“, erklärt Vieyres ihren Forschungsansatz und freut sich auf ihre Zeit in Hamburg: „Das wissenschaftliche Umfeld und die Infrastruktur des HPI und des InterACt WissenschaftsCampus sind ideal, um meine Forschung erfolgreich voranzutreiben.“ „Wir freuen uns, dass wir Gabrielle Vieyres für das HPI gewinnen konnten. Das ist die erste große Besetzung aus dem WissenschaftsCampus InterACt und ein weiterer Meilenstein im Ausbau des Netzwerkes und zur Stärkung der Infektionsforschung“, freut sich auch Prof. Thomas Dobner, Wissenschaftlicher Direktor des HPI.
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