Neue Podcast-Folge kritisiert: Zu wenig Aufklärung über mögliche Folgeschäden für Mütter durch vaginale Geburt

Foto: © globalmoments/stock.adobe.com

Im Rahmen einer vaginalen Geburt sind Verletzungen und Folgeschäden bei Müttern nicht selten. Dennoch sei dieses Thema weitgehend tabuisiert, moniert Wissenschaftsjournalistin Christiane Gelitz in der neuen Folge des Spektrum-Podcasts „Die verschwiegenen Leiden der Mütter“.

In dem Beitrag spricht Gelitz, Redakteurin des Magazins „Spektrum Gesundheit“, mit Marc Zimmer, Moderator bei „detektor.fm“, über ihre Recherche-Ergebnisse zu den Risiken der vaginalen Geburt und denen von Kaiserschnitten.

Als Aufhänger für ihre Recherche dienten die Fälle zweier betroffener Mütter. Diese hätten berichtet, dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen und später Folgeschäden der vaginalen Geburt diagnostiziert worden seien. Gelitz konsultierte dazu Studien und Leitlinien. Die Wissenschaftsjournalistin kritisiert: Bei vaginalen Geburten werde „nur bedingt“ vor medizinischen Eingriffen über die Risiken für Folgeschäden aufgeklärt. Doch „jede Schwangere sollte über alle Risiken informiert sein“, findet sie.

Um die Entscheidung zwischen vaginaler Geburt und dem Kaiserschnitt zu treffen, seien umfassende Informationen und Zahlen notwendig, betont die Journalistin. Sie empfiehlt die Erstellung einer offiziellen Aufklärungs-Broschüre, die über beide Geburtsarten informiert und die jede Schwangere standardmäßig bekommt.

Zum Hintergrund des Podcasts

„Spektrum der Wissenschaft“ ist ein deutsches Wissenschaftsmagazin. In einem wöchentlichen gleichnamigen Podcast sprechen die Spektrum-Autoren mit dem Leipziger Internet-Hörfunksender „detektor.fm“ über ausgewählte Themen des Magazins. Zu hören gibt es den oben genannten Podcast unter dem Link: https://detektor.fm/wissen/spektrum-podcast-geburt-risiken-verletzungen

(ri)