Neue Spitze für die Neurochirurgie am UKR

Vorgänger und Nachfolger: Prof. Alexander Brawanski (r.) verabschiedet sich in den Ruhestand. Prof. Nils Ole Schmidt übernimmt. (Foto: UKR)

Mit Prof. Nils Ole Schmidt haben Universität und Universitätsklinikum Regensburg (UKR) einen neuen Lehrstuhlinhaber und Klinikdirektor für Neurochirurgie. Schmidt hat zum 1. Dezember die Nachfolge von Prof. Alexander Brawanski angetreten und war zuletzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig.

Prof. Alexander Brawanski war 28 Jahre lang Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie an der Universität Regensburg (UR) und geht nun in den Ruhestand. Mit Prof. Nils Ole Schmidt steht sein Nachfolger schon parat und leitet ab sofort die neurochirurgischen Geschicke von Klinikum und Universität.

Die klinischen Schwerpunkte des gebürtigen Flensburgers liegen in der operativen Versorgung komplexer neurovaskulärer Erkrankungen wie Hirnaneurysmen und Angiomen. Darüber hinaus ist Schmidt auf die Behandlung von Tumoren im Gehirn, am Rückenmark und der Schädelbasis spezialisiert. Zudem legt er großen Wert auf das interdisziplinäre Zusammenspiel und die Kombination verschiedener Behandlungsansätze im Bereich der Wirbelsäulenerkrankungen.

Für seine Arbeit am UKR hat Schmidt schon genaue Vorstellungen: „Mir ist es wichtig, dass wir uns stetig weiterentwickeln. Dazu gehört auch, sich mit den neuesten technischen Möglichkeiten und der neuesten Technik auseinanderzusetzen und diese zu nutzen.“ Gerade bei komplexen Gehirn- und Rückenmarkserkrankungen sei es wichtig, den Patienten eine möglichst schonende und effektive Behandlung zu ermöglichen. Um das zu realisieren, möchte der Mediziner die aktuellen Entwicklungen der Grundlagenforschung aufgreifen und in den klinischen Alltag integrieren. Robotik, modernste Bildgebung inklusive Virtual Reality-Techniken sowie stammzellbasierte Technologien sind nur einige der hochaktuellen und vielversprechenden Themen in der modernen Neurochirurgie, denen er sich widmet.

Für sein Team und an seine Patienten hat Schmidt auch eine klare Botschaft im Gepäck: „Menschlichkeit in der Behandlung unserer Patienten und im Umgang untereinander sind unser größtes Faustpfand. Das dürfen wir trotz Leistungs- und Kostendruck niemals aus den Augen verlieren. Denn am Ende des Tages geht es immer darum, Menschen zu helfen.“