Neue Strategie für universelle Impfstoffe29. Januar 2020 Impfsituation (Foto: © MHH/Kaiser) Computersimulation gegen Grippe: Ein Forscher des Exzellenzclusters RESIST (Resolving Infection Susceptibility) hat analysiert, wie die Bildung wertvoller Antikörper gezielt gefördert werden kann. Eine Impfung kann Menschen vor einer für sie lebensbedrohlichen Grippe schützen. Jedes Jahr müssen dafür neue, angepasste Impfstoffe verwendet werden, da sich Grippeviren rasch verändern können. Auch die Kontrolle anderer Virusinfektionen wie HIV oder Hepatitis scheitern meistens an der schnellen Anpassung des Virus an die Immunreaktion. Aber es gibt auch Virusbestandteile, die sich nicht stark ändern. An diese molekularen Strukturen können breit neutralisierende Antikörper binden und diese somit bekämpfen. Sie werden von sehr wenigen Menschen in natürlichen Immunreaktionen gebildet. Prof. Michael Meyer-Hermann, Forscher des Exzellenzclusters RESIST und Leiter der Abteilung System-Immunologie des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, hat nun in Computersimulationen analysiert, wie die natürliche Erzeugung dieser seltenen Antikörper gezielt gefördert werden kann. Dies stellt eine Grundlage für die Entwicklung neuer innovativer Impfstoffe und Therapien dar. Die Ergebnisse veröffentlichte das Fachjournal „Cell Reports“. „Die Arbeit von Professor Michael Meyer-Hermann zeigt einen neuen Weg auf, wie das Immunsystem gezielt gegen ‚wenig beachtete‘ Antigene auf Viren und Bakterien gelenkt werden kann. Die Arbeit zeigt auch die Vielfalt der von RESIST-Forschern verwandten Methoden und wie Computer-basierte und Labormethoden sich gegenseitig ergänzen können, um die Ziele von RESIST zu erreichen“, sagt Prof. Thomas Schmidt, Sprecher des Exzellenzclusters RESIST und Leiter des Instituts für Virologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).
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