Neue Strategien gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs9. März 2026 Bild: ©Sebastian Kaulitzki – stock.adobe.com Die Deutsche Krebshilfe fördert im Zuge der Deutschen Allianz Pankreaskarzinom das Forschungskonsortium DEFEAT-PDAC, an dem auch Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen beteiligt sind. Ziel ist, wirksamere Therapien gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln. DEFEAT-PDAC ist eines von drei Konsortien und wird von der Deutschen Krebshilfe mit rund 15 Mio. Euro unterstützt. Davon gehen 800.000 Euro an das Essener Team. Insgesamt fließen 33,5 Mio. Euro in die Konsortien der Anti-Krebs-Allianz. Die Forschungsteams um DEFEAT-PDAC („Entschlüsselung und therapeutisches Targeting des PDAC-Ökosystems“) suchen therapeutisch angreifbare Schwachstellen der Krebszellen und hoffen, diese für das Immunsystem besser sichtbar machen zu können. Immuntherapien sollen in Zukunft nicht nur die Tumorzellen selbst angreifen, sondern auch deren schützende Umgebung. DEFEAT-PDAC sucht nach neuen Wegen gegen das Pankreaskarzinom Die Medizinische Fakultät der UDE ist an dem geförderten Forschungskonsortium mit zwei Arbeitsgruppen von Prof. Barbara Grünwald (rechts) und Prof. Barbara Grüner (links) beteiligt. Quelle: Privat/ ©Prof. Barbara Grüner Die Forschenden möchten den Tumor auf molekularer Ebene besser verstehen, das heißt in seinen genetischen und zellulären Eigenschaften. Denn auf dieser Ebene unterscheiden sich Tumoren von Patient zu Patient deutlich. Zudem suchen die Wissenschaftler nach neuen Wegen, die dichte Schutzbarriere des Krebsgewebes zu überwinden. Bisher scheitern medikamentöse Ansätze häufig. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen neue, personalisierte und wirksamere Therapien entwickelt und in die klinische Praxis überführt werden. DEFEAT-PDAC wird von Prof. Dieter Saur an der Technische Universität München koordiniert und geleitet. Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen ist mit zwei Arbeitsgruppen von Prof. Barbara Grünwald und Prof. Barbara Grüner beteiligt. Grünwald arbeitet in der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Essen, Grüner in der dortigen Inneren Klinik (Tumorforschung). Sie bringen ausgewiesene Expertise in der Tumorheterogenität und der Therapieresistenz in das Konsortium ein. Das Konsortium vereint 16 nationale und internationale Universitätskliniken, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in einem eng vernetzten Forschungsverbund.
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