Neuer Ansatz zur Therapie des metastasierten papillären Nierenzellkarzinoms

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Die Kombinationstherapie aus Savolitinib und Durvalumab hat in einer aktuellen Studie zur Therapie des metastasierten papillären Nierenzellkarzinoms (PRC) eine hohe Ansprechrate bei Patienten gezeigt, deren Erkrankungen durch MET-Veränderungen bedingt ist.

Aktuell sind die Therapie-Ergebnisse beim metastasierten PRC schlecht. Daher untersuchte ein spanisch-britisches Team um Dr. Cristina Suárez vom Vall d’Hebron Institute of Oncology in Barcelona, Spanien, in der Studie CALYPSO, was die Hemmung des Mesenchymal Epithelial Transition Receptor (MET) und des Programmed Cell Death 1 Ligand 1 (PD-L1) bei dieser Erkrankung bringt. Dabei kamen der MET-Inhibitor Savolitinib (600 mg 1-mal täglich) und der PD-L1-Inhibitor Durvalumab (1500 mg 1-mal alle 4 Wochen) zum Einsatz. Ihren Ergebnissen zufolge ist die Kombination von Savolitinib und Durvalumab verträglich und in der explorativen Subgruppe mit MET-bedingten Nierenzellkarzinomen („MET-driven“) mit hohen bestätigten Ansprechraten (cRRs) verbunden.

In die einarmige Phase-II-Studie wurden 41 therapienaive oder vorbehandelte Patienten mit metastasiertem PRC eingeschlossen und erhielten mindestens eie Dosis der Studienmedikation. Eine cRR über 50 Prozent galt als primärer Endpunkt, sekundäre Endpunkte waren das progressionsfreie Überleben (PFS), die Verträglichkeit und das Gesamtüberleben (OS). Die Biomarker (MET-driven-Status) untersuchten die Autoren anhand von archiviertem Gewebe.

Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, hatte die Mehrheit der Patienten einen intermediären Risiko-Score nach Heng (n=26 [63%]). Die cRR berechneten die Autoren mit 29 Prozent (n=12; 95%-KI16-46) – von daher verfehlte die Studie ihren primären Endpunkt. Allerdings stieg die cRR auf 53 Prozent (95%-KI 28-77) bei MET-driven-Patienten und betrug 33 Prozent (95%-Konfidenzintervall [KI] 17-54) bei PD-L1-positiven Tumoren. Das mediane PFS lag bei 4,9 Monaten (95%-KI 2,5-10,0) in der behandelten Population und bei 12,0 (95%-KI 2,9-19,4) in der MET-driven-Subgruppe. Das mediane OS berechneten die Autoren mit 14,1 Monaten (95%-KI 7,3-30,7) in der behandelten Population und 27,4 Monaten (95%-KI 9,3 bis nicht erreicht) bei MET-driven Patienten.

Bei 17 (41%) Patienten traten behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse von Grad ≥3 auf sowie ein behandlungsbedingtes unerwünschtes Ereignis von Grad 5 (Hirninfarkt).

Die Studie wird von einem Kommentar begleitet (doi.org/10.1200/JCO.22.02600).

(sf/ms)