Neuer BvDU-Präsident Belusa schlägt kämpferische Töne an23. Oktober 2023 Axel Belusa, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologie. Foto: BvDU Dr. Axel Belusa, niedergelassener Urologe in Chemnitz-Rabenstein, wurde auf der BvDU-Mitgliederversammlung des Berufsverbandes der Deutschen Urologie (BvDU) am 21.09.2023 einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Die Zeiten, in denen die Ärzte ruhig blieben, seien nun vorbei, kündigte er an. Die Neuwahl des BvDU-Präsidenten war erforderlich, da die bisherige Präsidentin Catrin Steiniger Ende vergangenen Jahres zur Vorsitzenden der KV Brandenburg gewählt wurde und etwas später ihr Amt als BvDU-Präsidentin zur Verfügung stellte (wir berichteten). Belusa war zuvor Schriftführer im BvDU. Auf dieser Position folgt ihm Mira Faßbach vom Helios Klinikum Duisburg. Sie wurde ebenfalls einstimmig gewählt. Faßbach setzte bereits in der Vergangenheit berufspolitische Akzente im Bündnis Junge Ärztinnen und Ärzte und der urologischen Assistenzärzte-Organisation GeSRU (German Society of Residents in Urology). Vorstandsteam mit Ressortverantwortlichkeiten Der Vorstand des Berufsverbands sieht sich laut eigener Mitteilung „auf Grundlage des Votums der Mitglieder und der modernen und zeitgemäßen, teamorientierten und schlagkräftigen Satzung im gemeinsamen Agieren mit dem Hauptausschuss zielgerichtet für die Zukunft aufgestellt“. Anstelle einer Präsidialstruktur setzt der BvDU auf Teamarbeit mit einzelnen Ressortverantwortlichkeiten der Vorstandsmitglieder: Belusa vertritt den BvDU nach außen in der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie beim Spitzenverband Fachärzte Deutschlands. Prof. Peter J. Goebell trägt als 1. Vizepräsident die Ressortverantwortung für klinisch tätige Urologinnen und Urologen sowie für die Zusammenarbeit mit der urologischen Fachgesellschaft. Der 2. Vizepräsident Dr. Peter Kollenbach vertritt die Interessen der Mitglieder insbesondere in den Bereichen Ambulantes Operieren, Hygiene und in den für Belegärzte relevanten Themenfeldern. Dr. Peter Kühne verantwortet als Schatzmeister die finanziellen Geschicke des BvDU. Faßbach als neue Schriftführerin halte künftig „die inneren Fäden des BvDU“ in der Hand und vertrete die Ziele junger Urologinnen und Urologen, so der BvDU in seiner Pressemitteilung. „Wir freuen uns darauf, die Zukunft der Urologie zusammen mit allen Mandatsträgern und den Mitgliedern weiter zu gestalten und danken unseren Mitgliedern für Ihr Vertrauen,“ sagte der neue BvDU-Präsident. Der Berufsverband setze sich weiter mit aller Kraft für die berufsständischen Interessen aller Urologinnen und Urologen ein – egal, ob angestellt oder selbständig oder im ambulanten oder stationären Bereich. Dabei schlägt der neue Präsident kämpferische Töne an: „Die Zeiten, in denen die Ärzteschaft ruhig blieb, ist vorbei. (…) Für uns heißt es nun: ‚Jetzt erst recht‘“. (BvDU/ms)
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